Ein Schlepper versucht, das auf Grund gelaufene Containerschiff freizubekommen. Foto: AFP/Marina Passos

Ein riesiges Containerschiff ist im Suez-Kanal auf Grund gelaufen und hat den Verkehr auf der wichtigsten Wasserstraße zwischen Europa und Asien zum Erliegen gebracht. Schuld sei eine Windböe, erklärte das Betreiberunternehmen.

Port Said - Ein Containerschiff ist am Dienstagmorgen im Suez-Kanal auf Grund gelaufen und hat den Verkehr auf der wichtigsten Wasserstraße zwischen Europa und Asien völlig zum Erliegen gebracht. Eine Windböe habe den Frachter vermutlich vom Kurs abgebracht, sagte das taiwanische Betreiberunternehmen Evergreen Marine Corp am Mittwoch. Medien berichten von einem Stromausfall an Bord des 400 Meter langen und 59 Meter breiten Containerschiffs.

Bei dem Frachter handelt es sich um die „MV Ever Given“. Schlepper und Baggerfahrzeuge bemühten sich bislang vergebens, das Schiff aus seiner festgefahrenen Lage zu befreien. Aufnahmen zeigen, dass Bug und Heck des Frachters die beiden Kanalufer berühren. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete von einem Stau von mehr als 100 Schiffen, die den Kanal passieren wollten. 

19 000 Schiffe passieren den Kanal pro Jahr

Der Suez-Kanal, dessen Geschichte vor mehr als 150 Jahren begann, ist eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt und ermöglicht die Durchfahrt für zehn Prozent des gesamten internationalen Seehandels. Nach Angaben der Suez Canal Authority (SCA) passierten im vergangenen Jahr fast 19 000 Schiffe mit insgesamt mehr als einer Milliarde Tonnen Fracht den Kanal. 

Experten zufolge könnte es Tage dauern, bis die Route wieder frei ist. Die 2018 gebaute „MV Ever Given“ war auf dem Weg von China in die Niederlande.

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