Schon lange sind die Müllablagerungen an den Altkleidercontainern im Junginger Gewerbegebiet Bürgern und Verwaltung ein Dorn im Auge.
Illegale Müllablagerungen an den Altkleidercontainern gegenüber dem Netto an der B 32 waren seit jeher ein Ärgernis für Verwaltung und Bürgerschaft. Erst in der Septembersitzung des Gemeinderats informierte Bürgermeister Oliver Simmendinger, dass ihn regelmäßig Klagen über das Erscheinungsbild der meist völlig zugemüllten Container erreichen.
Nur, so der Junginger Bürgermeister, habe die Gemeinde an jenen Altkleider-Containern keine Handhabe, da diese auf Privatgrund stehen. Von Aufräumaktionen habe der Bauhof daher bisher auch abgesehen, anders als bei den Altkleidercontainern am alten Bauhof oder an der Turn- und Festhalle.
Nun ist aber Bewegung in die Thematik gekommen. Wie Simmendinger in einer Pressemitteilung bekanntgibt, habe die Gemeinde Kontakt mit dem Grundstückseigentümer aufgenommen. Dieser habe der Verwaltung bestätigt, dass in Bezug auf die Container keine weiteren vertraglichen Verpflichtungen bestünden und man sich in alle Richtungen offen zeige.
DRK-Container ziehen an Turn- und Festhalle um
Das DRK, dem zwei der drei dortigen Container gehören, habe sich ebenfalls offen und gesprächsbereit gezeigt. Und so entschied Bürgermeister Simmendinger kurzerhand, die DRK-Container aus dem Gewerbegebiet an die Turn– und Festhalle umziehen zu lassen und die Situation dort weiter zu beobachten, wie es in der Mitteilung heißt. Für den dritten Container habe kein Besitzer ausfindig gemacht werden können, dieser sei daher bis auf weiteres auf das Bauhof-Gelände verbracht worden. Dort könne er vom Besitzer abgeholt werden. Im Zuge des Container-Umzugs habe der Bauhof den vermüllten Bereich an der B 32 zudem gesäubert.
Kameraüberwachung wird geprüft
Die Hoffnung bei Simmendinger besteht, dass der neue Container-Standort an der Turn- und Festhalle weniger anfällig für illegale Müllablagerungen ist. Auch wenn er in der Mitteilung betont, dass der Bauhof bisher dort auch jeden Freitag unterwegs sei, um illegale Müllabladungen zu entfernen und rund um die Container für Ordnung zu sorgen. Die traurige Wahrheit, so schreibt Simmendinger, sei, dass der Bauhof auch jedes Mal fündig werde. Die Entfernung gehe zwar auf Rechnung des Steuerzahlers, sei aber dennoch im Sinne und vor allem auch zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.
Weil das Problem der illegalen Müllentsorgung überhand nehme, will sich die Gemeinde mit dem Thema Kameraüberwachung auseinandersetzen. Man sei hierzu bereits im Erfahrungsaustausch mit anderen Kommunen. „Leider sind die rechtlichen Hürden an dieser Stelle recht hoch, weshalb wir der neuen Situation an der Turnhalle zumindest eine Chance geben wollen“, erläutert Simmendinger die Vorgehensweise. Die Bürgermeister bittet um Geduld, auch wenn er verstehen könne, dass die „hässlichen Müllberge“ die Bürgerschaft verärgern. Vorschnelle Vorwürfe an die Verwaltung seien jedoch unangebracht. „Oft, wie in unserem Fall, sind uns als Kommunen die Hände gebunden, sei es aus rechtlichen, moralischen, personellen oder monetären Gründen.“
Unverständnis über Antrieb der Müllsünder
Was die Müllsünder antreibt, kann das Gemeindeoberhaupt nicht nachvollziehen. Schließlich seien die Entsorgungsmöglichkeiten von Müll heutzutage besser denn je und in vielen Fällen kostenlos. „Ich kann nicht nachvollziehen, warum Holz-, Metallschrott oder Weißware in der Natur entsorgt werden. Kühlschränke werden sogar zu Hause abgeholt!“, so Oliver Simmendinger weiter.