Einig ist sich das Ehepaar Kächele nur, wenn es über andere herzieht. Foto: Strienz

Sie streiten sich wie Hund und Katz, können und wollen aber auch nicht ohne einander: Das Kult-Comedy-Paar Käthe und Karl-Eugen Kächele gab in Gültlingen Einblicke in sein Eheleben..

Sie streiten sich wie Hund und Katz, können und wollen aber auch nicht ohne einander: Das Kult-Comedy-Paar Käthe und Karl-Eugen Kächele gab Einblicke in sein Eheleben und das seiner Nachbarn. Beim Programm "Dorftratsch Deluxe" hatte das Publikum in der Gültlinger Halle einiges zu lachen.

Wildberg. Rund 35 Zuschauer kamen und amüsierten sich königlich über die Zankereien und den Schlagabtausch zwischen den Kächeles. Eigentlich sollte das Duo bereits im April 2020 in Wildberg auftreten. Bekanntlich kam Corona dazwischen. Was lange währt wird endlich gut, sagt der Volksmund so schön. Und in diesem Fall irrte er nicht. Es hat sich gelohnt auf das schwäbische Kult-Ehepaar zu warten, denn sie hatten den neuesten Klatsch aus ihrer Umgebung parat und keine Scheu, auch intime Details auszuplaudern.

Käthe Kächele ist gerade in einem schwierigen Alter. Ihr Bühnen-Mann Karl-Eugen beschreibt sie ganz frech: "Sie wechselt gerade. Von gutmütig zu bösartig." Sie hält dagegen: "Mein bruddelnder, sabbernder Buddha auf der Couch." Karl-Eugen ist das Paradebeispiel des schwäbischen Göttergatten und weiß laut eigener Aussage, worauf es bei den Frauen ankommt. Seine Frau Käthe ist da anderer Meinung, denn wenn eine Frau eifersüchtig auf das Auto werden muss, dann gibt es Verbesserungsbedarf. "Würde er sich mir genauso widmen, hätte ich das tollste Liebesleben."

Die persönlichen Streitereien werden kurzfristig beiseitegeschoben, wenn man die lieben Nachbarn ins Visier nehmen kann. Die, die geerbt haben und jetzt ein wenig protzig daherkommen. Die Dame, die ganz verrucht ein Tattoo trägt. Die Auswahl ist groß.

In einem Punkt ist dasEhepaar sich einig

Doch schnell sind die Kächeles wieder zurück bei den eigenen Unzulänglichkeiten. Karl-Eugen muss man wie ein Kleinkind loben, wenn er beim Einkaufen nichts vergisst, dafür muss er mit Käthe zum Yoga, "wo es nicht einmal ein Notfallschorle gibt". Das Fazit der geduldigen Ehefrau am Ende des Abends: "Er lernt es vermutlich nie, aber ich gebe nicht auf." Einig sind sie sich aber in einem Punkt: Die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn, die liegt zwischen Baden-Württemberg und Bayern.

Ganz nebenbei taten die beiden Künstler Ute Landenberger und Michael Willkommen alias die Kächeles bei ihrem Auftritt in Gültlingen auch noch etwas Gutes: Am Eingang stand eine Spendenbox, deren Inhalt an das Kinderhospiz St. Nikolaus im Allgäu gehen wird. Seit 2017 sammelt das Duo bereits für die Einrichtung. In den vergangenen vier Jahren kamen auf diesem Weg mehr als 55 000 Euro zusammen.