Zum zweiten Mal waren „Hillu’s Herzdropfa“ alias Hillu Stoll und Franz Auber im Göttelfinger Bürgerhaus zu Gast. Die Mundart-Kabarettisten schafften es auch diesmal wieder, das Publikum zu begeistern. Im Februar sind die beiden in Mitteltal zu Gast.
Voll besetzt war wieder einmal das Göttelfinger Bürgerhaus: Die Sportfreunde Göttelfingen (SFG) hatten zum Comedy-Abend mit „Hillu’s Herzdropfa“ eingeladen. Auch am Tag danach, dem sogenannten Schnitzel-Sonntag, hatten die routinierten Veranstalter alle Hände voll zu tun.
Benjamin Funk vom Vorstandstrio der SFG übernahm die Begrüßung und freute sich, dass im Vorverkauf die Karten für den Comedy-Abend innerhalb kürzester Zeit vergriffen waren.
Allen Beteiligten, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, sprach Funk seinen Dank aus. Nur durch dieses Engagement habe sich seit etwa zwei Jahrzehnten das Comedy- und Schnitzel-Wochenende der Sportfreunde etablieren können.
In breitem Dialekt
Zum zweiten Mal waren dabei „Hillu’s Herzdropfa“ alias Hillu Stoll und Franz Auber im Göttelfinger Bürgerhaus und strapazierten die Lachmuskeln der vielen Zuschauer. Als Lena und Maddeis gaben die beiden mit ihrem Programm „Durch Digg und Denn“ in allerbreitestem Schwäbisch Sketche und Geschichten aus den letzten 20 Bühnenjahren zum Besten.
Die beiden schlüpften in etliche Rollen – immer im dazu passenden „Häs“. Als Freundin und Nachbarin Babette versuchte Auber, die immer wieder aufbrausende „Schuhdone’s Lena aus Justingen“ zu besänftigen.
Wenig später saßen er und Stoll als übrig gebliebene betagte Schulkameradinnen beim Klassentreffen auf einem Bänkle und lasen alte Verse aus ihren Poesie-Alben, um sich an all die ehemaligen Klassenkameraden zu erinnern, ohne die eine oder andere Anekdote oder ausschweifende Diskussion auszulassen.
Viele Kilometer unterwegs
Damit die Zuschauer auch alles verstehen, wurden sie von Lena eingangs extra mit einem Schwäbisch-Schnell-Sprachkurs übers „Babbedeggel beppa“ gebrieft. Sprachlich moderner wurde es bei der generationenübergreifenden Episode im Wartezimmer, in der Stoll die aufmüpfige und ungeduldige Jugendliche spielte, während Auber den entrüsteten konservativen „Friedhofsverweigerer“ mit „Rheumastelza“ in „Stehbronzhosa“ mimte.
Den Hintergrund einzelner Sketche erläuterte Hillu Stoll zwischen den Szenen. Sie berichtete auch von 4300 Auftritten in 20 Jahren. Dafür seien sie 680 000 Kilometer gefahren und hätten 84 Strafzettel erhalten – wobei sie betonte, dass nur zwei davon sie betrafen. Die Fahrkünste von Lena auf ihrem geliebten roten Bulldog hatte die Älblerin bereits eingangs des Programms ausführlich geschildert – und damit erklärt, weshalb sie so gut auf die Stuttgarter „Heggescheißer“ anzusprechen sei.
Akteure ernten viel Applaus
Als beliebteste Aufführung der vergangenen Bühnenjahre gab es zum Abschluss des unterhaltsamen Abends den Sketch „Auf dem Landratsamt“. Dort führte es die dreiste Lena, als sie ihren „eingeheirateten“ Massey Fergusan zulassen wollte, zum aristokratischen und schlussendlich mit ihr überforderten Beamten, den sie unter anderem darüber aufklärte, dass ihr roter Bulldog keinen TÜV, sondern nur Diesel braucht und dass der Landrat ein „Mordskerle“ sei, der bald ihre „Fonzel“ vor dem Haus reparieren werde. Mit viel Applaus und nach einer Zugabe wurden die beiden Mundart-Kabarettisten vom begeisterten Publikum verabschiedet.
Eine Wiederholung dieses Programms steht am Samstag, 15. Februar, ab 18.30 Uhr in der Weißenbachhalle in Mitteltal an. Veranstalter ist dort die Dorfgemeinschaft Mitteltal. Karten gibt es in Mitteltal bei der Volksbank, beim Friseurgeschäft Mühl und bei Elektro Schmelzle sowie unter Telefon 07442/56 10.