Am Wochenende beginnt der olympische Weltcup-Winter im Biathlon. Janina Hettich-Walz will beim Auftakt in Östersund den ersten Schritt in Richtung „Kindheitstraum“ machen.
Der Biathlon-Weltcup beginnt am Wochenende im schwedischen Östersund. Am Samstag und Sonntag stehen die Staffelrennen sowie die Single-Mixed- und Mixed-Staffeln auf dem Plan. Ab Dienstag geht es dann in den Einzelwettbewerben im olympischen Winter erstmals wieder um Punkte.
Die Überraschung
Marlene Fichtner, Selina Grotian, Janina Hettich-Walz (SC Schönwald, Lauterbach), Franziska Preuß, Julia Tannheimer (DAV Ulm, Ex-Skiinternat Furtwangen), Vanessa Voigt und Anna Weidel vertreten bei den Frauen die deutschen Farben.
Dabei hielt Hettich-Walz nach starken Leistungen bei der DM und bei den Testwettkämpfen im schwedischen Idre das Östersund-Ticket bereits vor der letzten DSV-Quali in Ruhpolding in den Händen. „Überraschender Weise musste ich nach Ruhpolding gar nicht fahren, weil mich die Trainer schon nach den Wettkämpfen in Idre nominiert haben. Ich war so noch einmal Zuhause“, sagt die Lauterbacherin im Podcast „Ski Happens“ von NoKo-Olympiasieger Vinzenz Geiger.
Sonst wäre Janina Hettich-Walz vor Weihnachten wohl nur mal kurz „ein, zwei Tage“ zum „Wäschewaschen“ wieder im Schwarzwald gewesen. „Und wir hatten sogar im Schwarzwald Schnee“, fühlt sich die 29-Jährige bereit für den Weltcup-Auftakt.
Das große Ziel
„Langsam steigt die Nervosität, aber auch die Vorfreude. Ich weiß, dass ich eine gute Form habe“, überschätzt Janina Hettich-Walz ihre starken Ergebnisse im Vorfeld dennoch nicht.
Das „große Ziel ist schon Olympia. Darauf arbeite ich hin. Das war immer mein Kindheitstraum. Und es läuft bisher gut nach Plan“, ist die Schwarzwälderin zuversichtlich, dass sie ihr nächstes großes Ziel erreichen wird: Hettich-Walz will die Olympianorm bis Weihnachten abhaken, dann sich ohne Nominierungsdruck auf die Winterspiele in Italien vorbereiten.
Zwei Plätze beim Weltcup in den Top 15 oder ein Rang in den Top acht – das ist die Norm für die Spiele in Mailand und Cortina – besser Antholz, wo es im Biathlon um die olympischen Medaillen gehen wird.
Die Konkurrenz
Die Schwarzwälderin hat viel im Comeback-Winter vor. „Ich bin ja mit einem Weltcuppodest in die Babypause gegangen. Klar, dies will ich wieder erreichen. Man steckt sich ja keine niederen Ziele“, diktiert Hettich-Walz Kombinierer Vinzenz Geiger, Ex-Biathletin Corinna Horn und Journalist Moritz Batscheider ins Mikrofon.
Die DSV-Frauen mit „Vorreiterin Franziska Preuß“ sieht die 29-Jährige gut aufgestellt, was gerade für die Staffeln sehr wichtig sei.
Und wen hat die Schwarzwälderin international auf der Rechnung? „Das sind für mich die altbekannten Namen. Generell ist die ganze französische Mannschaft extrem stark“, denkt Hettich-Walz zudem vor allem mit Lisa Vittozzi an eine weitere Comebackerin sowie an die Öberg-Schwestern.
Liegt ihr Östersund? „Ich hatte schon sehr gute Rennen in Östersund. Wir waren aber auch schon in Östersund, da war es schweinekalt“, hofft die Lauterbacherin, dass nun keine extreme Minustemperaturen herrschen. Erstmals ist übrigens ihre Tochter Karlotta bei einem Wettkampf nicht dabei.
Das Programm in Östersund
29. November, 13:15 Uhr: Frauen, Staffel 4 x 6 km; 16:55 Uhr: Männer, Staffel 4 x 7,5 km.
30. November, 14 Uhr: Frauen/Männer, Single-Mixed-Staffel; 16:40 Uhr: Frauen/Männer, Mixed-Staffel.
2. Dezember, 15:30 Uhr: Frauen, Einzel 15 km.
3. Dezember, 15:30 Uhr: Männer, Einzel 20 km.
5. Dezember, 16 Uhr: Frauen, Sprint 7,5 km.
6. Dezember, 16:30 Uhr: Männer, Sprint 10 km. 7. Dezember, 13:15 Uhr: Frauen, Verfolgung 10 km; 15:20 Uhr: Männer, Verfolgung 12,5 km.