Es war ein kosmischer Abend. 250 Menschen erlebten in Nagold eine beeindruckende Tribute-Night rund um die Band Coldplay. Hier sind die Bilder.
Neon in den Augen. Konfetti im Haar. Manchmal öffnen Bands ein Konzert – und manchmal öffnen sie ein Paralleluniversum. Genau so fühlte sich der Freitag in der Stadthalle Nagold an. Viva La Vida – A Tribute to Coldplay verwandelte den Raum in ein farbflirrendes Erlebnis.
Es war ein vibrierender Kosmos aus Licht, Klang und purem Gefühl. Alles wirkte wie in den großen Arenen der Originalband – nur näher, intensiver, berührbarer. Denn hier wurde Musik nicht nur gehört, sondern gelebt. Sie kroch unter die Haut, blieb im Körper und im Kopf, auch nach dem letzten Ton.
Die 250 Gäste waren vom ersten Ton an elektrisiert. Neonstrahlen wanderten über tanzende Körper, trafen auf Konfetti, das wie Sternenstaub durch den Raum schwebte. Die Stimmung: warm, euphorisch, vollgeladen. Die Energie? Kosmisch. „Ganz nah dran am Original. Mega“, meinte Christa Keinath, die Coldplay bereits live gesehen hat.
Ein Gitarrensound, der den Songs Farbe verleiht
Die Bühne war kein Ort, sondern ein Zustand. Vorne Hannes Hergenröder, dessen Stimme sich nicht wie eine Kopie, sondern wie ein eigener Lichtstrahl durch den Raum legte – warm, klar, nah. Neben ihm François Saorine, dessen Gitarre mal flirrte, mal flog, mal glühte – ein Sound, der den Songs Farbe gab. Daniel Müller, eingesprungen für Alex Beham, fügte sich hinein wie ein fehlender Puzzleteil-Funken – präsent, präzise und komplett im Moment. Und dahinter Bastian Kilper, dessen Drums den Abend nicht nur trugen, sondern wie ein heimlicher Motor antreiben ließen – pulsierend, fest, lebendig.
Unsichtbar sichtbar: Patrick und Marcel Pfitzenmaier, seit 13 Jahren die stillen Architekten aus Ton und Licht, die dieser Welt ihre Tiefe geben. François fasste die Atmosphäre eindringlich zusammen: „Auf der Bühne passiert etwas, das größer ist als wir. Wenn Farben, Songs und Publikum so zusammenkommen wie heute – dann weiß man, warum man das alles macht.“
Ein kleines Universum aus LED-Ringen, Strahlen und Farben
Die visuelle Magie kam von EMT Event-Media-Tec GmbH, die Bühne, Technik und Getränke verantworteten: Jürgen Reidelbach, Rainer Schulz, Klaus Zimmermann, Andreas Kienzle, dazu Larissa Kovacic, Alisa Zernaev, Axel Joppke und David Beutel. David erklärte: „Viva La Vida bringt ihr eigenes Licht mit. Wir mischen es mit unserem System und dem Hauslicht – so entsteht dieser Look.“ Und dieser Look war ein kleines Universum aus LED-Ringen, Strahlen, Farben und perfekt getimten Akzenten, das jeden Song noch größer wirken ließ.
Dann wurde es leiser – fast heilig. Als jeder dachte, das Konzert sei schon vorbei, glühte in der Mitte des Raums plötzlich eine kleine zweite Bühne auf. Hannes am Klavier, das Licht weich, das Publikum nah. „Everglow“ – ein schwebender, intimer Gänsehautmoment, der die Halle für Sekunden anhielt.
Riesenballons in Pink, Grün, Blau und Gelb bei „Viva La Vida“
Nach der Stille kam nochmal der Aufbruch: Glitzerregen zu „A Sky Full of Stars“, Riesenballons in Pink, Grün, Blau und Gelb bei „Viva La Vida“, die plötzlich aus der Bühne ins Publikum flogen. Ein Raum voll tanzender Menschen. Pure Festivalenergie, die jeden mitriss.
Der Abend zeigte: Tribute kann mehr als erinnern – es kann fühlen lassen. Viva La Vida hat Coldplay nicht kopiert. Sie haben es gelebt.