Der Trainer der Spielgemeinschaft von Nonnenweier und Ottenheim legt ab Sommer eine Pause vom Handball-Geschehen ein. Felix Gässler bleibt Coach.
NONNENWEIER/OTTENHEIM. Bei der HSG Nonnenweier/Ottenheim kündigen sich ab dem Sommer personelle Veränderungen an der Seitenlinie an. Der aktuelle Tabellendritte der Landesliga steht mitten im Aufstiegsrennen. Im zweiten Jahr seit dem Zusammenschluss der Herren des TuS Ottenheim und des TuS Nonnenweier ist eine sportliche Partnerschaft entstanden, die immer fruchtbarer zusammenwächst.
Das Trainerteam der ersten Herren bildeten in den beiden gemeinsamen Jahren Robin Ziegler und Felix Gässler. Ziegler, der den TuS Nonnenweier seit 2020 trainierte, legt nun auf eigenen Wunsch hin eine Pause vom Handball-Geschehen ein.
Als Spieler und als Trainer prägte er die Entwicklung in Nonnenweier und Ottenheim spürbar mit. „Mit seinem Ausscheiden endet eine Zeit, die von sportlichen Erfolgen, großem Engagement und echter Vereinsverbundenheit gekennzeichnet war“, würdigen die HSG-Verantwortlichen seine Arbeit.
Emotionale Reise zum Aufstieg nach dem Tod von Thomas Welle
Zu den sportlichen Höhepunkten der Trainerzeit zählt die Nonnenweierer Meisterschaft 2021/2022 samt Aufstieg in die Landesliga. Der Titel trug die Handschrift von Zieglers akribischer Arbeit, sportlicher Philosophie und der Fähigkeit, eine Mannschaft zu motivieren und weiterzuentwickeln.
Der Erfolg hatte eine emotionale Vorgeschichte. „Der TuS Nonnenweier ist Robin sehr dankbar, da er in einer schwierigen Situation dem Verein seine Verbundenheit gezeigt hat“, erzählt Thomas Kasper, TuS-Vorstand Handball. Nach dem plötzlichen Tod von Vorgänger Thomas Welle zögerte Ziegler 2020 nicht, übernahm die Mannschaft und führte sie, auch im Andenken an Welle, zwei Jahre später zum Aufstieg.
Auch Torhüter-Trainer Peter Nippes verlässt nach langen Jahren die HSG. Er prägte mit großem Engagement, Fachwissen und Leidenschaft die Entwicklung der HSG-Torhüter. Diesen Einsatz des verlässlichen, emotional vielseitigen und stets scharf analysierenden Torhüter-Coaches wussten Spieler und Verantwortliche stets zu würdigen.
Im gleichen Zug werden zur Spielzeit 2026/2027 die Weichen auf der Bank neu gestellt. Den ersten Herren bleibt Felix Gässler erhalten und zwei bekannte Gesichter stehen ihm neu zur Seite. Der 32-Jährige Chris Berchtenbreiter stößt zum Trainerteam und dem Bereich widmet sich auch der 26-Jährige Kevin Wilhelm. Für beide ging es als Spieler bei der HSG beziehungsweise beim TuS Altenheim nicht mehr weiter. Berchtenbreiter definierte sich als Aktiver über Eigenschaften wie unbändigen Willen und Emotionen auf dem Feld – und davon will er auch als Trainer weiter zehren. „Ich freue mich darauf, wieder Teil der Mannschaft zu sein und die jungen Spieler, die ich zum Teil auch schon in der B-Jugend trainiert habe, in den Seniorenbereich zu integrieren“, sagt er. Wilhelm war ein ruhiger, kraftvoller Rückhalt seiner Teams und will sich so auch bei der HSG einbringen.
Auch für die zweite Mannschaft, die in der Bezirksliga spielt, wurden Nägel mit Köpfen gemacht, wie die Partnervereine informieren. Das Trainerteam, bestehend aus Johannes Weide und Lukas Bing, hat für eine weitere Spielzeit zugesagt.