Jasmin Schmieder von der Wirtschaftsordnung, Wirtschaftsbeauftragte Elke Latscha, Oberbürgermeister Adrian Sonder und Geschäftsführer von „Kommune Zukunft“ Moritz Meidert (von links) Foto: Hanna Petermann

Der Bürocontainer „Ko-Kubus“ soll während der Gartenschau einen attraktiven Arbeitsplatz und geselligen Veranstaltungsort bieten. Konzept und Zielsetzung wurden von Oberbürgermeister Adrian Sonder und der Wirtschaftsbeauftragten Elke Latscha bei der Aufstellung des Containers vorgestellt.

Kaffee, WLAN und die perfekte Sicht auf den mit Blumen geschmückten zentralen Eingang der Gartenschau. Abends noch ein Glas Wein in geselliger Runde, während man kreative Ideen auf einer gemütlichen Sitzlandschaft austauscht. Was nach dem perfekten Arbeitsplatz eines jeden Büroarbeiters klingt, wird nun Wirklichkeit.

 

Unter dem Motto „Co-Working meets Gartenschau“ steht ein Bürocontainer vom 23. Mai bis 12. Oktober auf dem Oberen Marktplatz in Freudenstadt, der rund um die Uhr zugänglich ist. Der sogenannte „Ko-Kubus“ ist ein Modellprojekt des Ministeriums für Ernährung, Ländlicher Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Agentur „Kommune Zukunft“.

Der Container bietet mit moderner Holzoptik Raum für Kreativität. Foto: Hanna Petermann

Mit einer Fläche von 18 Quadratmetern bietet der Kubus Raum für bis zu vier Arbeitsplätze. Für ein flexibles und angenehmes Arbeiten gibt es einklappbare Tische, sowie ergonomische Stühle. Eine Kaffeemaschine, ein Wasserkocher sowie kostenloses WLAN stehen bereit. Den Strom liefert eine Photovoltaikanlage.

Außenbereich mit Afterwork-Charakter

Auch der Außenbereich soll laut der Wirtschaftsbeauftragten Elke Latscha ausgiebig genutzt werden. So sollen auf dem Platz vor dem Container Palettenmöbel aufgestellt und kreativ gestaltet werden. Zudem soll es je nach Wetterlage an zwei bis drei Abenden in der Woche zusätzlich an einem Bewirtungscontainer der Weinbar „Tutto Vino“ Getränke geben. Was zunächst eine Idee für ein gelegentliches Afterwork war, wurde schließlich zu einem festen Bestandteil des Projekts.

Neue Chancen für Arbeit und Austausch

Ziel sei es unter anderem, den Besuchern der Gartenschau zu zeigen, wie lebenswert und attraktiv Freudenstadt ist – nicht nur als Urlaubsziel, sondern auch als Ort zum Leben und Arbeiten, so der Oberbürgermeister. Der gesamte Landkreis habe viel zu bieten und mache die Region nicht nur für Touristen, sondern ebenso für Einheimische lebenswert.

Der Oberbürgermeister plant bereits Bürgersprechstunden im Container. Foto: Hanna Petermann

Zielgruppe seien sowohl Einzelpersonen, als auch Unternehmen. So sollen etwa im Homeoffice Arbeitende die Möglichkeit erhalten, in einer neuen, inspirierenden Umgebung zu arbeiten und sich mit anderen Kreativen zu vernetzen. Gleichzeitig möchte die Stadt einen Raum für Firmentreffen, Workshops und Kooperationen schaffen. Unternehmen können den Ort nutzen, um sich zu präsentieren, neue Partner zu gewinnen und gemeinsame Projekte anzustoßen.

Ko-Kubus als Testlauf

Ob ein solcher Bürocontainer auch nach der Gartenschau Platz in Freudenstadt findet? Bislang ist das nicht geplant. Man sehe den „Ko-Kubus“ zunächst als Testlauf und werde schauen, inwieweit er genutzt werde. Sollte der Container rege in Anspruch auf genommen werden, könne man durchaus überlegen, feste Co-Working-Spaces in Freudenstadt zu etablieren.

Buchung und Kosten

Buchung des Bürocontainers
Buchen kann man den Co-Working-Space online über die Plattform „avegoo“. Ein Tagesticket für einen Arbeitsplatz kostet 15 Euro und für Veranstaltungen kann der Container ab fünf Euro stundenweise gebucht werden. Nach der Buchung erhält man einen Code, mit dem man das Container-Schloss über eine App öffnen kann.