Der SV Oberschopfheim (in Gelb) muss sich für die kommende Runde einen neuen Trainer suchen. Foto: Wolfgang Künstle

Eduard Jung zieht es als Trainer von Oberschopfheim nach Prinzbach – auch, weil er dort Unterstützung an der Seitenlinie erhält. Beim SVO wird ein Nachfolger gesucht.

Der SV Oberschopfheim ist für die kommende Saison auf Trainersuche. Eduard Jung zieht es nach nur einer Spielzeit bei den Kickern aus dem Friesenheimer Ortsteil wieder zurück zur DJK Prinzbach (wir berichteten). Erst im Sommer war er den anderen Weg von Prinzbach zum Bezirksligisten gegangen. Nun erfolgt schon früh die Rolle rückwärts.

 

Dem SVO wird er zukünftig nicht nur auf der Trainerbank, sondern auch als Spieler fehlen. Mit Marco Hofstetter hat das Team bereits den Abgang ihres Stürmers zu verkraften. Er wird in der kommenden Saison Trainer der zweiten Mannschaft – ausgerechnet in der Nachbarschaft in Niederschopfheim.

Jung macht in einem Instagram-Post der Prinzbacher deutlich, warum das Engagement in dieser Form genau die richtige Lösung für ihn ist. „Ich bin dieses Jahr privat und beruflich stark eingebunden. Wir hatten kürzlich Familienzuwachs, beruflich gab es einen Wechsel und zusätzlich steht in diesem Jahr noch ein Bauvorhaben an. Eine Mannschaft allein als Cheftrainer zu übernehmen, wäre zeitlich schlicht nicht zu stemmen. Gleichzeitig wollte ich dem Fußball – und vor allem der DJK – nicht den Rücken kehren. Ich habe mich hier immer wohlgefühlt – und genau deshalb ist es mir ein Anliegen, den Verein in dieser Rolle zu unterstützen”, wird er im Post des Kreisliga-B-Ligisten zitiert.

Nahe des Schönbergs wird er von Christoph Schilli unterstützt und bildet mit ihm ein Trainerduo. Federführend wird allerdings Jung im Amt sein.

Den SV Oberschopfheim trifft die Nachricht vom Abgang ihres Trainers nicht unvorbereitet. „Wir hatten mit ihm im Winter schon Gespräche. Er hat sich dann drei Wochen Zeit erbeten und dann gesagt, dass er es zeitlich bei uns nicht mehr schafft. Vieles hat sich bei ihm kurzfristig geändert, was so nicht abzusehen war. Ob er jetzt geblieben wäre, wenn wir für ihn noch einen Co-Trainer gehabt hätten, weiß ich nicht“, sagt Reiner Fautz, Sportlicher Leiter des SVO, im Gespräch mit unserer Redaktion.

Junges Team bedeutet auch mehr Aufwand

Jung selbst bestätigt, dass in Oberschopfheim kein Co-Trainer für ihn gefunden wurde. „Das war leider keine Option“, so der scheidende Coach des SVO.

Fautz betont, dass gerade die vielen jungen Spieler in Oberschopfheim auch viel zeitlichen Aufwand für den Trainer bedeuten. „Die A-Junioren freuen sich auch, wenn der Cheftrainer bei ihren Spielen zuschaut. Zudem fehlte Jung auch in der Vorrunde bei dem ein oder anderen Abschlusstraining, was für die Spielvorbereitung auch hinderlich ist. Er fehlte aber aus absolut verständlichen Gründen“, so der Sportliche Leiter.

Die Trainersuche hat beim SVO schon begonnen. „Wir haben schon ein paar Absagen bekommen, aber mit zwei Kandidaten sind wir schon positiv im Kontakt“, so Fautz. Jung will Oberschopfheim derweil nicht mit einem Abstieg verlassen. „Er und wir hoffen, die Klasse noch zu halten. Es liegt nicht an dem Trainer, dass wir so weit unten stehen“, sagt Fautz.