Der Lions Club Freudenstadt und der DRK-Kreisverband Freudenstadt ermöglichen Personen mit Betreuungsbedarf den kostenlosen Gartenschaubesuch. Beim Clubabend wurde das Vorhaben vorgestellt.
Gartenschau-Geschäftsführerin Cornelia Möhrlen nutzte die Gelegenheit, über den aktuellen Stand der Vorbereitungen zur Gartenschau zu berichten. Kurz vor dem Ende des verbilligten Kartenvorverkaufs Ende Februar waren bereits mehr als 9000 Dauerkarten verkauft, zwischenzeitlich sind es deutlich über 10 000.
Und auch die Vorbereitungen bewegen sich im Zeitplan. „Aber selbst wenn wir nicht fertig werden sollten wird das keiner von außerhalb merken, weil das Tal an sich schon ein Gartenschau-Profil hat“, zeigte sich Möhrlen entspannt.
Sie lobte das Gemeinschaftsprojekt, das Petra Becht vom Lions Club anschließend präsentierte. Die Idee dazu hatte Roland Lepold, der auch das Bindeglied zwischen dem Lions Club und dem DRK bildet. Lepold ist aktuell Präsident beim DRK-Kreisverband und Mitglied beim Lions-Club. Er ist zudem Mitglied im Gartenschau-Team des Lions-Clubs, das sich schon im vergangenen Jahr Gedanken über einen Beitrag gemacht hatte.
Abholung mit dem DRK-Bus von daheim oder in der Pflegeeinrichtung
„Geschenkte Gartenschaufreuden“ wurde das Projekt jetzt genannt. Menschen, die aufgrund ihres Alters oder aus sonstigen Gründen in der Mobilität eingeschränkt sind und deshalb die Gartenschau nicht alleine besuchen können, werden mit dem DRK-Bus von daheim oder von ihrer Pflegeeinrichtung abgeholt und von Lions-Mitgliedern über die Gartenschau geführt.
Die insgesamt zehn Aktionstage, an denen das Ganze stattfinden soll, stehen bereits fest. Jeweils zehn Personen können das Angebot je Aktionstag nutzen. Fünf Lions-Mitglieder werden die Gruppe jeweils begleiten. Der Club spendet die Eintrittskarten und schenkt den begleiteten Personen einen Sonnenhut und eine Tasche als Erinnerung.
Angedacht ist ein rund dreistündiger Spaziergang ab 14 Uhr über das Gelände, auch eine Kaffeepause ist vorgesehen. 2000 Euro haben die Lions für das Projekt als Budget eingeplant.
Zwei Aktionstage pro Monat sollen stattfinden
Die Aktionstage, normalerweise zwei pro Monat, finden unter der Woche statt. „Wir denken, da ist einfach weniger los“, so Becht. Auch der Rücktransport wird vom DRK organisiert und kostenlos durchgeführt.
Präsident Thomas Reichert und auch Roland Lepold betonten, dass die Aktion in den bereits kontaktierten Einrichtungen großen Anklang gefunden habe. Intern habe man deshalb bereits überlegt, die Termine kurzfristig vielleicht sogar aufzustocken.
Auch Rollstühle seien bei Bedarf verfügbar, betonte Möhrlen. Das Vorhaben stieß bei den Clubmitgliedern auf große Begeisterung.