Daumen hoch für ein sauberes Weil am Rhein: Denn Weil ist sauber einfach besser – das finden Groß und Klein, die sich entlang des Rheins auf die Suche nach Müll begeben haben. Foto: Nina Mattmüller

Kampagne „Weil.Sauber.Besser.“: Engagierte Gruppen aus Weil am Rhein sind bei „Clean Up“ mit von der Partie.

Saubere Sache: Mit der Übergabe des symbolischen Staffelstabs in Form einer Müllgreifzange an den Schwarzwaldverein durch Oberbürgermeisterin Diana Stöcker ist die Kampagne „Weil.Sauber.Besser.“ erfolgreich gestartet. Und nun geht es Schlag auf Schlag. Die nächsten „Clean Ups“ stehen an.

 

Das Prinzip der Staffelstabübergabe ist dabei ein zentrales Element dieser Kampagne. Jede teilnehmende Gruppe übernimmt bei ihrer Aktion den Müllgreifer von der vorherigen und reicht ihn anschließend weiter. So entsteht ein symbolischer Staffellauf quer durch die Stadt, bei dem viele unterschiedliche Gruppen ihren Teil zu einem sauberen Weil am Rhein beitragen.

Der Schwarzwaldverein war die erste Gruppe im Rahmen des Clean-Up-Staffellaufs. Die 19-köpfige Gruppe mit einem Durchschnittsalter von 70 Jahren war am vergangenen Freitag fast vier Stunden im Einsatz und sammelte im Nonnenholz, am Weiherweg und am Krebsbach insgesamt acht volle 60-Liter-Säcke Müll. Anschließend reichte Roland Christ die Greifzange an das Team „Weil.Sauber.Besser.“ weiter.

Einen Tag später beteiligte sich das Team „Weil.Sauber.Besser.“ gemeinsam mit Partnern aus der Region am bundesweiten „Rhine CleanUp“. Mit von der Partie waren unter anderem die Projektleiterinnen Olga Anselm und Rebeka Schiessl, Hauptamtsleiterin Anette Huber, der Initiator der „CleanUps“ in Grenzach-Wyhlen, Matthias Scharenberg, sowie das „redpyjamas.duo“. Das sind zwei Fotografen aus Grenzach-Wyhlen, die ehrenamtlich Momente einfingen und selbst mit anpackten.

Anpacken und Gutes tun: Anlässlich der Kampagne „Weil.Sauber.Besser.“ machen sich kleine und große Weilerinnen und Weiler auf der Suche nach Müll. Foto: zVg/Fabian Maruhn

Insgesamt waren zehn Personen, darunter auch drei Kinder, zwei Stunden lang vom Stauwehr in Märkt bis zum Yachthafen unterwegs. Das Ergebnis: rund 360 Liter Müll. Das Wetter spielte mit und bei strahlendem Sonnenschein genoss die Gruppe die Sammelstrecke direkt am Rhein. Viele Spaziergänger und Radfahrer bedankten sich spontan für die Aktion; einige kündigten sogar an, beim nächsten Mal selbst mitzumachen.

Am Samstagnachmittag dann fand zudem ein trinationales Treffen von 14 Teams aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz statt, organisiert durch das Projekt Rheines Wasser – plastikfreie Natur des Vereins h2org Freiburg. Das Team „Weil.Sauber.Besser.“ wurde hier von Ellen Nonnenmacher, Leiterin des Rechts- und Ordnungsamts, begleitet.

Der Austausch bot Gelegenheit, wertvolle Kontakte zu knüpfen und mögliche Zusammenarbeit zu besprechen. Unter anderem auch mit den Abfalljägern aus der Schweiz, die seit sechs Jahren ehrenamtlich täglich außer sonntags unterwegs sind und bereits über 80 Tonnen Müll gesammelt haben, dem Trinationalen Umweltzentrum (Truz) sowie der Gruppe „Rheingeworfen“ aus Basel, die Müll aus den Gewässern bergen und ihre Tauchaktionen künftig auch nach Weil am Rhein bringen möchten.

Zuvor bereits mit Griffzange und Mülltüten ausgerückt waren auch Freunde sowie Unterstützer des Trinationalen Umweltzentrums, die im Rheinpark für Ordnung sorgten und damit ebenfalls einen wichtigen Beitrag zu einer sauberen Umgebung leisteten.

Und es geht weiter. Am 19. September steigt der Umwelttag der Realschule Dreiländereck. Dabei beteiligen sich Schüler sowie Lehrkräfte der Klassenstufen sechs bis neun mit einer Sammelaktion im gesamten Stadtgebiet. Einen Tag später findet der internationale Clean-Up-Day statt. Das Team „Weil.Sauber.Besser.“ beteiligt sich daran mit einem Pop-up-Event am Quartierstreff in Friedlingen. Es gibt Informationen zu den Aktionen und Beteiligungsmöglichkeiten zum Thema sauberes Weil am Rhein.

Eine Mitmachaktion geht dann am 10. Oktober über die Bühne, wenn ein „Clean Up“ in Friedlingen stattfindet. Quartiersmanagerin Sonia Bekhoucha-Held organisiert die Aktion und freut sich über eine breitgefächerte Unterstützung aus der Bevölkerung. Dafür braucht es keine Anmeldung, eine spontane Teilnahme ist möglich.

Mit der Kampagne „Weil.Sauber.Besser.“ möchte die Stadtverwaltung Weil am Rhein das Bewusstsein für Sauberkeit, Ordnung und Nachhaltigkeit stärken. Neben Aufklärung, Umweltbildung und klaren Regeln sind die Clean-Up-Days ein zentrales Element: „Sie schaffen sichtbare Verbesserungen im Stadtbild und stärken das Gemeinschaftsgefühl“, lassen die Projekteiterinnen Olga Anselm und Rebeka Schiessl wissen.

Interessierte, die selbst einen Cleanup starten möchten oder Interesse an weiteren Aktionen haben, dürfen sich gerne bei den Projektleiterinnen melden. Das Team unterstützt bei der Organisation, stellen Materialien zur Verfügung und ist per E-Mail an wsb@weil-am-rhein.de erreichbar.