Mit einer schillernden Lichterschau ist die 26. Chrysanthema zu Ende gegangen. Das Programm am Familientag und am zweiten verkaufsoffenen Sonntag sorgte für eine brummende Innenstadt.
Der Samstag mit dem zweiten Familientag hatte einen entscheidenden Vorteil im Vergleich zum ersten, völlig verregneten Angebot vor 14 Tagen für Groß und Klein: Es regnete nicht. Der Nebel und das mittlerweile kühle Wetter schreckten kaum Kinder ab. Bekanntlich gibt es auch kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung. Also wurden sowohl die Angebote im Innenhof des Rathauses I, am wärmenden Lagerfeuer im Tipizelt des Waldkindergartens „Flitzebogen“ als auch die Spiel- und Bastelangebote der Stadt auf dem Schlossplatz und am Alten Rathaus gut angenommen.
Beim Auftritt der Artisten und Clowns des Freiburger Zirkus „Circolini“ am Mittag auf dem Marktplatz gab es auf den Bänken vor der Bühne kaum noch freie Sitzplätze. Zwei Trommler konnten sich nicht so recht entscheiden, ob sie nun Artisten oder Spaßmacher sein wollten. Also machten sie beides und das auch noch gekonnt. Die Art, wie das Duo die Trommeln schlug und mit den Trommelstöcken jonglierte, sorgte für viel, hauptsächlich verdienten Beifall – und für viel Gelächter, nicht nur der jüngeren Besucher.
Magier verrät dem Publikum seine Tricks – oder nicht?
Ein alter, bewährter Trick eines jeden Zauberers ist, so zu tun, als ob der Magier dem Publikum eines der Kunststücke verraten würde. Die dann aber nur gespielte Verblüffung des Künstlers auf der Bühne und vieler Zuschauer, dass ein verschwundenes Ei und eine angeblich leere Hand den „Verrat“ des Zauberers nicht mitmachten, kam ebenfalls ausgezeichnet an. Waren es womöglich zwei Hühnereier, die da je nach Lust und Laune auftauchten oder verschwanden?
Ein Vorteil, Wetter hin oder her, der verkaufsoffenen Sonntage im Herbst ist, dass die Stadt um die Mittagszeit brechend voll ist und das an diesem Sonntag auch bis zum Ende mit der Lichtschau geblieben ist. Damit übertrumpft der zweite verkaufsoffene Sonntag regelmäßig alle anderen Tage während der Blumenschau – ausgenommen vielleicht den Mantelsonntag Ende Oktober mit der Schlagerparade auf dem Marktplatz.
Die Händler wird der massenhafte Besuch sicher genauso gefreut haben, wie die vielen Verantwortlichen im Lahrer Rathaus und andere Engagierte wie Vereine, die von dem Andrang sicher auf sehr verschiedene Arten profitiert haben. Das Programm auf dem Marktplatz am Sonntag und die Lasershow zuletzt über dem Lahrer Himmel waren ein krönender Abschluss der diesjährigen Chrysanthema, die den Namen „Sagenhaft“ zu Recht verdient hat.
„Farbenfrohe Glücksmomente“ – das Motto für 2026
Die Chrysanthema im kommenden Jahr wird „Farbenfrohe Glücksmomente“ heißen. Das neue Motto stellte Lahrs Oberbürgermeister Markus Ibert am Sonntag in einem Gespräch mit der Chrysanthemenkönigin Valerie II. und Moderator Manfred Schäfer kurz vor dem farbenprächtigen Finale der „Sagenhaften Chrysanthema“ in diesem Jahr vor.