Arnfinn Holderer aus Bruchsal (Mitte) und Robin Gantner aus Gaggenau (rechts) unterrichten neu am Altensteiger Christophorus-Gymnasium. Willkommen geheißen wurden sie von Schulleiter Frank Weigand. Nicht auf dem Bild: Lehrerin Franziska Herm aus Nagold. Foto: Köncke

79 neue Fünftklässler, drei neue Pädagogen und ein Hund namens "Fritz": Für den Großteil der 510 Schüler des Altensteiger Christophorus-Gymnasiums beginnt an diesem Montag wieder der Unterricht. 

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Altensteig - Die Fünftklässler werden im Rahmen einer kleinen Feier extra willkommen geheißen – die 5a und die 5b am Dienstag, 14. September, ab 16 Uhr im Foyer und die 5c einen Tag später zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Sechs Kinder haben aufgrund ihrer geistigen Entwicklung – laut Elternbrief überwiegend mit Down-Syndrom – einen erhöhten Förderbedarf. Bisher haben sie mit Gleichaltrigen das Bildungshaus in Walddorf besucht. Dem Wunsch der Eltern sei man, so Oberstudiendirektor Frank Weigand (57) nachgekommen, weil das Christophorus-Gymnasium ein bestimmtes Leitbild verfolge und sich als weiterführende Schule für das Inklusionsprojekt "hervorragend eignet". Unterrichtet und betreut werden sie von Uschi Györfi (Klassenlehrerin), Evelyn Hartmann, Sarah Kaupp und unterstützt von Cornelia Walz aus Nagold, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Sie kümmert sich hauptsächlich um die Unterstufe und die untere Mittelstufe.

Nach dem Referendariat ist Altensteig für Robin Gantner aus Gaggenau die erste Dienststelle. Er unterrichtet am Gymnasium die Fächer Biologie und Chemie. Das Gleiche gilt für Arnfinn Holderer aus Bruchsal. Seine Fächer sind Biologie und Englisch. Und aus Nagold kommt Franziska Herm nach Altensteig, sie unterrichtet Deutsch, Geografie und Sport.

Zwei Lehrerinnen kehren in den nächsten Monaten aus der Elternzeit an ihren Arbeitsplatz zurück, weitere zwei erst im kommenden Schuljahr. Wie berichtet, haben Melanie Gaiser, Ana Stunder und Horst Häusler das Christophorus-Gymnasium verlassen, ebenso der stellvertretende Schulleiter Hartmut Hobler. Sein Nachfolger steht nach Angaben von Weigand – er leitet die Schule im sechsten Jahr – bereits fest, die Bestellungsurkunde der Schulbehörde werde in den nächsten 14 Tagen erwartet.

Schul-Partnerschaften sollen nach Corona wieder belebt werden

Auch im neuen Schuljahr wird es nach Angaben des Rektors die Chor- und Orchester-AG, eine Sprach- und eine Sport-AG sowie die von Joachim Krüger geleitete Theater-AG geben. Sobald wegen der Corona-Krise die erlassenen Beschränkungen wegfallen, möchte das Christophorus-Gymnasium die Partnerschaften mit Schulen in Frankreich (Bordeaux und Bourg Saint Maurice), in Italien (Ferrara und Assisi), in den USA (Butte) und in Rußland (Sternenstädtchen) neu beleben.

Auf den Weg gebracht wurden, laut Weigand "innovative und für das Schulleben positive Projekte und Veränderungen, die in der Gesamtlehrerkonferenz auf breite Zustimmung gestoßen sind". Aufgrund der Erfahrungen im Homeoffice bekämen alle Fünftklässler einen Tablet-Computer, den sie auch mit nach Hause nehmen könnten und nach der neunten Klasse ganz behalten dürften. Komplett überarbeitet worden sei das Poolstundenmodell. Die Förderung in den Fächern Deutsch und Englisch reiche jetzt durchgängig von der fünften bis zur zehnten Klasse. Dadurch könnten Defizite frühzeitig erkannt und Lücken kompensiert werden.

Ab Oktober bekommt das Gymnasium an zwei Tagen in der Woche einen Mitarbeiter mit vier Pfoten. Der junge, gutmütige Mischlingshund "Fritz" soll für ein gutes Schulklima in den unteren Klassen sorgen. Gebracht wird er von "Frauchen" Claudia Bertram-Schuler. Auf die Idee kam Weigand nach eigener Aussage bei einem Gespräch mit einer Bekannten. Die Lehrerin habe ihm versichert, dass es an ihrer Schule in Stutensee "jetzt viel gesitteter und nicht so hektisch zugeht".

Auch im neuen Schuljahr müssen Corona-Regeln beachtet werden. In den ersten beiden Wochen herrscht auf dem Schulgelände und in den Innenräumen Maskenpflicht. Wer nicht geimpft ist, wird zweimal in der Woche im Klassenzimmer getestet – laut Ankündigung des Ministeriums danach dreimal.

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