Der Schüler aus Altensteig Sören Rommel ist einer von zehn glücklichen Auserwählten mit einem Förderstipendium. Nun darf er an einem speziellem Projekt mitarbeiten.
Die Noten des 17-jährigen Sören Rommel sind „nicht schlecht“, wie er selbst über sich sagt. Tatsächlich hat er in Mathe einen glatten Einser-Schnitt. In seiner Vergangenheit hat Rommel bereits den Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ gewonnen und an „Jugend forscht“ teilgenommen. Nun hat der Schüler des Christophorus-Gymnasiums Altensteig das Förderstipendium des Hochleistungsrechenzentrums in Stuttgart – kurz HLRS – gewonnen.
Das HLRS hat zur Förderung begabter Schüler ein Förderstipendium für das Schuljahr 2025/2026 ausgeschrieben. Dafür wurden Schulen aufgefordert, Bewerbungen von potenziellen Stipendiaten bis Ende Oktober einzureichen.
Begabtenförderung ist eine Säule des MINT-Konzepts
Als MINT-Abteilungsleiter – also der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – hat Fabian Geißler die Vermittlung übernommen. „Eine Säule unseres MINT-Konzepts ist die Begabtenförderung, da hat man dann natürlich auch potenzielle Schüler im Blick“, erklärt er.
Ein Empfehlungsschreiben eines Fachlehrers, ein Motivationsschreiben mit Angaben zu bevorzugten Themen, eine Zeugniskopie und ein Lebenslauf später kam dann schließlich die Zusage des HLRS. „Wir sind sehr stolz, dass es ein Schüler unserer Schule geschafft hat, das Förderstipendium zu gewinnen“, sagt Geißler beeindruckt. Nur zehn Schülern sei es gelungen das Stipendium für den Standort Stuttgart zu bekommen.
Schüler arbeitet an Projekt mit dem Hochleistungsrechenzentrum
Im Rahmen des Stipendiums bekommt Sören Rommel nun im kommenden Jahr die Möglichkeit, aktiv an einem wissenschaftlichen Projekt des HLRS mitzuarbeiten, während er von dortigen Mitarbeitern betreut wird. Die Themen beziehen sich auf Bereiche der Informatik und der Naturwissenschaften. „Ich arbeite mit zwei anderen Schülern und unserem Betreuer an dem Projekt“, erklärt Rommel. Die Auftaktveranstaltung und Onlinebesprechungen zum Ablauf haben bereits stattgefunden. Für das Projekt wird ein Arbeitsaufwand von etwa einem Monat veranschlagt, da es zusätzlich zu seinem Schulalltag läuft.
Das Förderstipendium ermöglicht Rommel bis zu 800 Euro
„In meinem Projekt geht es um die simulationsbasierte Modellierung der Ausbreitung ansteckender Krankheiten“, erklärt der Schüler. Dabei soll ein Modell genutzt werden, bei dem Daten von Infizierten, Genesenen und Geimpften analysiert werden. Durch die Erweiterung des Modells um andere Faktoren, wie Alter oder Standort, kann es zur Analyse der Krankheitsausbreitung genutzt werden.
Im Rahmen der Förderung bekommt der junge Schüler 500 Euro, außerdem wird ihm für den Zeitraum des Projekts ein Laptops bereitgestellt. Nach erfolgreichem Projektabschluss hat er die Möglichkeit, weitere 300 Euro zu gewinnen. „In der Naturwissenschaft ist allerdings eine Lösung nicht immer gleich Erfolg. Oft führt der Misserfolg zur Erkenntnis“, erklärt Geißler. Für das Christophorus-Gymnasium seien solche Projekte eine Möglichkeit, verschiedene Interessen von Schülern zu fördern, sagt er.