Zwei Markanbieter vom Bodensee mit Nussknackern und anderen weihnachtlichen Figuren. Foto: Thomas Kost

Der 49. Haigerlocher Christkindlesmarkt war das, was er immer schon war: ein Treffpunkt in für Jung und Alt und eine wunderbare Einstimmung auf Weihnachten. Wir zeigen die Bilder dazu.

Vor allem am Samstagabend zwängten sich die Massen an rund 85 Ständen vorbei durch die bunt beleuchtete Unterstadt. Das Startsignal gab Clowin „Frohnella“, die Seifenblasen in allen Größen in den Himmel steigen ließ.

 

Gleich danach gehörte die Festbühne auf dem Markplatz dem Puppentheater Orpheus aus Haigerloch Ulrike Stegmiller und ihr Partner Velemir Pankratov spielten auf wunderbar poetische Weise das Märchen von der kleinen Meerjungfrau. Währenddessen drehte der Nikolaus (Martin Sprissler von „Haigerloch aktiv“) seine Runden und erfreute die Kinder mit Süßigkeiten aus seinem großen Jute-Sack.

Bühne frei für die „Theben Christmas Singers“

Und dann wurde es langsam dunkel und die Bühne gehörte den „Theben Christmas Singers“ (TCS). Die siebenköpfige Band – die längst nicht mehr vom Christkindlesmarkt in Haigerloch wegzudenken ist – eröffnet ihr mehrstündiges Programm mit dem Weihnachts-Welthit „Driving Home for Christmas“ von Chris Rea und hatte damit gleich das Publikum auf ihrer Seite.

Es folgte ein bekanntes Weihnachtslied nach dem anderen. Aber nicht nur Musik stand bei den TCS im Vordergrund. Sie hatten bei ihren sechs Auftritten (Christkindlesmarkt 2024 inklusive) sage und schreibe 7000 Euro an Spendengeld eingesammelt.

Machen nicht nur Musik, sondern tun auch viel Gutes: die Theben Christmas Singers und ihr Chef Paul Sebastian Schwenk überreichten einen Scheck über 10000 Euro zu Gunsten krebsrkanker Kinder. Foto: Thomas Kost

Die Summe wurde von der Theben AG um 3000 Euro aufgerundet und so konnten die Musikgruppe zusammen mit Theben-Vorstand Paul Sebastian Schwenk unter großem Applaus der Zuschauer an Anton Hofmann, Vorsitzender und Geschäftsführer des Tübinger Fördervereins für krebskranke Kinder, einen Scheck über 10000 Euro überreichen. Hofmann war über die Zuwendung höchst erfreut, die Theben Christmas Singers zählen nämlich seit Jahren zu den treuesten Spendern des Fördervereins.

Eine Strickmütze geht für 250 Euro nach Bierlingen

Damit auch weiterhin Geld an die Uni-Klinik fließen kann, machte die TCS während ihres Auftritts fleißig Werbung für ihre roten Bommel-Strickmützen. Und, was soll man sagen? Alle 100 Stück, die sie dabei hatten, wurden gegen Spenden an die TCS-Fangemeinde verkauft. Aber es gab auch noch ein Unikat – nämlich eine schwarze Bommel-Strickmütze. Sie wurde gegen Höchstgebot versteigert. Nach einem harten Bieterwettbewerb siegte schließlich Jochen Ströbele aus Bierlingen. Er ersteigerte sich dieses Souvenir für Edelfans für sage und schreibe 250 Euro.

Ein musikalisches Zentrum beim Weihnachtsmarkt wird auch immer mehr die Nikolauskirche in der Unterstadt. Dort spielte am Samstag vor großem Publikum zunächst die Bläserklasse 4 der Witthauschule und danach die gemeinsame Jugendkapelle, die aus Nachwuchsmusikanten von acht der neun Haigerlocher Musikvereinen besteht.

Auch Sonntags ist viel los im Städtle

Am Sonntagnachmittag gaben in der Kirche außerdem die Bläserklassen der Eyachtalschule Haigerloch unter dem Motto „Lauschen, genießen, Weihnachten spüren“ unter der Leitung von Melanie Fechter und Stefanie Bold ein Konzert und erfreuten ihr Publikum kleinen Gedichten zur Weihnachtszeit.

Währenddessen war das Theater Orpheus erneut auf der Marktplatz-Bühne zu erleben; es spielte für die aufmerksamen Zuhörer das Tiermärchen „Die Füchsin und der Hase“. Auch „Frohnella“ und der Nikolaus traten am Sonntag erneut in Aktion.

Kommen nicht nur bei Kindern gut an: „Frohnellas“ Riesenseifenblasen. Foto: Thomas Kost

Der Christkindlesmarkt bietet auch immer wieder abseits des ganz großen Trubels schöne Nischen, in denen man es sich gemütlich machen kann. Am Sonntag öffnete das Zunftheim der Narren in der Pfluggasse seine Türen, Kinder konnten dort basteln und es gab Kaffee und Kuchen. Diesen konnte man auch im evangelischen Gemeindehaus genießen. Dort war das Café „Schöne Aussichten“ geöffnet.

Viel los war zudem im Café Charlott unterhalb des Römerturms. Dessen Balkon lud nicht am Samstagabend nur zu einem fantastischen Rundblick über die weihnachtlich beleuchtete Unterstadt ein, sondern auch zum Streicheln von Otto und Willi – zwei Oussant-Schafe, die kleinste Schafrasse der Welt.

Zu sehen waren dort auch Bilder und Kunstobjekte von Susan Richter aus Mühringen. Ebenfalls geöffnet war die Galerie „Kunst am Turm“ von Klaus Drescher und Claudia Silvestri gegenüber dem Rathaus.

Jetzt steht der 50. Christkindlesmarkt vor der Tür

„Wir haben viel positives Feedback bekommen“, sagte Nicol Welte zum zeitgleich im Karlstal stattfindenden Mittelaltermarkt im Hof der früheren Textilfirma Doris Meyer (siehe Bericht unten). fiel das Fazit von Ramona Eger aus. Sie und ihr Team vom Kultur- und Tourismusbüro der Stadt hatten den Christkindlesmarkt wieder einmal in bewährter Weise organisiert. Auch Bürgermeister Heiko Lebherz, der am Samstagabend über den Markt spazierte, freute sich über dessen sehr guten Besuch.

Nach dem 49. Christkindlesmarkt ist vor dem 50. Christkindlesmarkt. Und zum Jubiläum im Jahr 2026 will sich das Kultur- und Tourismusbüro noch mal extra ins Zeug legen und dem Publikum etwas Besonderes bieten.