Eine beeindruckende Lichtershow war am Samstagabend auf dem Balinger Christkindlesmarkt geboten – unter anderem wurden das Rathaus und der Kirchturm kunstvoll beleuchtet. Foto: Beate Marschal

Zum zweiten Jahr in Folge wurde der Christkindlesmarkt in der Balinger Innenstadt mit neuem Konzept umgesetzt – mit Erfolg, beschieden einige Marktbeschicker.

Weihnachtsstimmung lag vergangenes Wochenende in Balingen in der Luft: Durch die Innenstadt schallten bekannte Lieder wie „Jingle Bell Rock“, „All I Want For Christmas Is You“ und „Feliz Navidad“, während viele Besucher von Nah und Fern über den Balinger Christkindlesmarkt flanierten – dem Regenwetter zum Trotz.

 

Und doch ist der Markt, der das zweite Jahr in Folge mit neuem Konzept ausgerichtet wurde, nicht überfüllt – im Gegenteil: „Das neue Konzept wurde gut umgesetzt“, befand eine Marktbeschickerin.

Nur ein Kritikpunkt sei ihr bislang zu Ohren gekommen: Nicht immer sei den Besuchern klar, dass der Markt auch als Rundweg begangen werden kann und die Nebenstraßen – zum Beispiel die Herrenmühlenstraße – auch Teil des Marktes sind. Die Besucher liefen etwa die Friedrichstraße über den Marktplatz entlang, wieder zurück – nur, um dann bei der Neue Straße wieder einzusteigen.

Entzerrte Laufwege statt enges Gedränge

Zur Erinnerung: ein Kritikpunkt aus dem vergangenen Jahr war der Fokus auf die Marktstraße und die dadurch teils viel zu engen Laufwege. Nun aber wurden Nebenstraßen in das Marktkonzept eingebunden und habe so alles wirksam entzerrt.

„Jemand hat zu mir sogar gesagt, dass der Christkindlesmarkt leerer aussieht als sonst“, erzählt Floristin Angela Schomaker. Ein Eindruck, den sie so nicht bestätigen kann. „Die Stimmung und Beleuchtung ist richtig schön“, sagt sie.

Und: Die Entscheidung für ein neues Konzept sei richtig und wichtig gewesen, meint die Floristin, die seit 1986 mit ihrem Stand auf dem Balinger Christkindlesmarkt vertreten ist.

„Das vorherige Marktkonzept ist in die Jahre gekommen“, erinnert sie sich. Die Stände seien immer weniger geworden und es sei auch immer schwieriger geworden, Interessenten dafür zu gewinnen. „Mit dem neuen Konzept ist man auf einem guten Weg. Außerdem kann man immer noch was ändern, falls es nötig wird.“

Ebenso zufrieden ist Beschickerin Taormina Loredana: „Die Leute sind gut gelaunt und entspannt – trotz des Regens.“ Ein Eindruck, der sich auch bei Armin und Monika Gogoll bestätigt, die mit ihrer Kerzenküche das erste Mal auf dem Balinger Christkindlesmarkt vertreten sind. Es herrsche kein Gedränge und auch in der Färberstraße gebe es rege Laufkundschaft. „Die Besucher kommen immer wieder in Wellen an unserem Stand vorbei“, sagen sie.

Unterhaltsame Auftritte auf dem Strasser-Areal

Und auch das Strasser-Areal ist an diesem teils regnerischen Sonntag überaus belebt: Auf der Bühne treten wechselweise verschiedene Gruppen auf, um die Besucher zu unterhalten.

Zum Beispiel Schüler der Sichelschule Balingen, die teils artistische Kunststücke zum Besten geben – und sich am Ende über die gute Weihnachtsstimmung freuen, mit der sie ihre Zuschauer mühelos anstecken: Am Ende ihres Auftrittes erklingt der Klassiker „In der Weihnachtsbäckerei“, zu der Erwachsene wie Kinder gleichermaßen begeistert mitsangen und wippten.

Auch die Eisbahn hinter der Stadtkirche zog Besucher jeden Alters an – auch wenn der Andrang sich am Sonntagmittag noch etwas in Grenzen hielt. Aber auch die Auftritte am Samstagabend sorgten für helle Begeisterung – ebenso wie die Lichtershow, bei welcher auch das Balinger Rathaus kunstvoll angestrahlt wurde.

Zudem ließ sich auch die Vielfalt der angebotenen Speisen, Dekoartikel – weihnachtliches wie nicht-weihnachtliches –, Kleider, Spielzeug und vielem mehr durchaus sehen.