Der Christkindlesmarkt kommt im komplett neuen Gewand daher – und die Infos zu spät, wie Jochen Herth (SPD) bemängelt. Für die Vereine würde das Stress bedeuten, meint er. Die Stadt muss mehr als 110 Bewerbungen bearbeiten.
„Mangelnde Kommunikation“ sagt Herth im Hinblick auf den Christkindlesmarkt, bei dem traditionell auch der SPD-Ortsverband einen Stand belegt. Die Zusage, ob seine Partei einen Stand bekommt, sei spät eingegangen.
Wofür Herth durchaus eine Erklärung hat: Seit Bekanntgabe des neuen Konzepts sind wohl viele Anfragen im Rathaus eingegangen, die Stadt musste den Bestand an Ständen aufstocken.
Die große Nachfrage nach einem Standplatz kann auch Dennis Schmidt bestätigen. „Ja, wir können allen, die sich in der Anmeldefrist über das offizielle Onlineverfahren einen Standplatz zur Verfügung stellen“, antwortet der Pressesprecher der Stadt Balingen auf Nachfrage unserer Redaktion. Mehr als 110 Aussteller wollen in diese Jahr dabei sein.
Stadt führt ausführliche Gespräche
Der Markt wird auch vergrößert, in diesem Jahr wird erstmals auch der Platz hinter der Kirche mit einbezogen. Deswegen könnten nicht immer die Wunschflächen vergeben werden, räumt Schmidt ein. In teils ausführlichen Gesprächen habe die Verwaltung versucht, „individuell zufriedenstellende Lösungen zu erreichen“.
Die Zusagen sind raus – allein die Details fehlen noch, wie Herth zu bedenken gibt. „Ich habe noch keine Ahnung, wie groß der Stand ist, wie er aussieht und ob wir alles hineinbekommen.“ Das sei „ein bisschen ärgerlich“. Aber auch hier hat Herth eine Erklärung: „Das liegt wohl auch an der Konzeptänderung und dass jetzt neue Leute planen, die sich erst einarbeiten müssen.“
Die Infos kommen demnächst
Die Stadt kann hier quasi Entwarnung geben. Schmidt: „Informationen mit Beilagezetteln, Standortzuteilung und der Rechnung werden in den kommenden Tagen versandt.“
Premiere hat heuer „Weihnachten auf der Plaza“. Auf dem sogenannten „Royan-Platz“ am ehemaligen Gartenschaugelände wird es den ganzen Advent über weihnachtlich zugehen – mit einer Kunsteisbahn und Gastronomie. Betrieben wird die Eisbahn von Vereinen, die mit dem Verleih der Schlittschuhe die Vereinskasse aufbessern können.
Das Pfandsystem wurde abgeschafft
Welche Vereine das sind? „Für die ersten beiden Wochen haben wir feste Zusagen, für die dritte Woche sind wir in guten Gesprächen“, erklärt Schmidt. Und hat noch einen Tipp für die Besucher: Da das Pfandsystem abgeschafft wurde, sollten eigene Becher oder Tasse mitgebracht werden. Wer nicht daran gedacht hat, kann an den Ständen Tassen günstig kaufen. Dann steht dem Glühwein nichts mehr im Wege.