Er kennt als Ex-Magdeburger die Stimmung in der dortigen Halle: Deshalb traut Christian Schöne, der Kapitän von Frisch Auf Göppingen, der deutschen Handball-Nationalmannschaft im Rückspiel gegen Polen auch einen Sieg mit zwei Toren Unterschied zu.

Herr Schöne, wie bewerten Sie das 24:25 der Nationalmannschaft im Hinspiel in Danzig?
Wir können mit dem Ergebnis leben, aber es war sicher mehr drin. Zumal die Polen nicht nur wie erwartet auf Außen deutlich schwächer waren als unser Team, sondern vor allem auch im Rückraum. Das lag am Fehlen von Linkshänder Krzysztof Lijewski, aber hauptsächlich am Ausfall von Spielmacher Bartolmiej Jaszka. Ohne ihn war die Spielsteuerung der Polen behäbig, keiner brachte die Halbspieler in Position, ihr Spiel war leicht ausrechenbar.
Wie sahen Sie Ihre Göppinger Kollegen?
Bei Mimi Kraus wechselten Licht und Schatten, doch er machte viel Druck und strahlte Torgefahr aus. Tim Kneule stand in der Abwehr top und präsentierte sich im Angriff sehr beweglich.
Qualifiziert sich Deutschland für die WM?
Einiges wird davon abhängen, ob Jaszka im Rückspiel dabei sein kann. Doch unabhängig davon, müsste es möglich sein, das Rückspiel mit zwei Toren Unterschied zu gewinnen. Ich kenne als ehemaliger Magdeburger die prickelnde Atmosphäre in der Halle dort. Ich setze auf diesen Effekt.