Ein Weihnachtsbriefkasten hat Alexander Bulach bei seinem Weihnachtsbaum an der Johannesbrücke aufgestellt. Die Post von dort geht an Menschen, die sich wirklich darüber freuen.
Die Post, die in den Briefkasten eingeworfen wird, geht an das Sozialwerk Hechingen. Die Briefe werden dann an Menschen verteilt, die ihren letzten Lebensabschnitt in der Palliativpflege verbringen oder die vom Pflegedienst versorgt werden.
Weihnachtsbaum schmückt Kirche St. Luzen
Längst hat er sich als Institution etabliert, der kleine Christbaumverkauf von Alexander Bulach an der Johannesbrücke. Von dort stammt auch immer der prachtvoll-große Baum, der die Kirche St. Luzen weihnachtlich schmückt. Und wer sich die ausgestellten Prachtbäumlein anschaut, wundert sich vielleicht, dass hier Exemplare mit drei Meter Höhe und mehr zu kriegen sind. „Manche stellen ihre Bäume auf der Terrasse auf“, so Bulach, andere hätten halt hohe Wohnungen.
Neben dem Christbaummarkt gibt es in der Garage daneben ebenfalls traditionell immer Glühwein. Eigentlich umsonst, aber das kleine Sparschweinchen daneben schaut so treuherzig, da wirft man gern was rein.
Kinder haben einen der Weihnachtsbäume geschmückt
Außerdem wird jedes Jahr ein bereits geschmückter Baum versteigert. Den hat sich bereits jemand geschnappt. Den Schmuck haben die Kinder aus der benachbarten Kindertagesstätte gebastelt. Sie sind es auch, deren Einrichtung durch die Spendenkasse unterstützt wird.
Nun gibt es noch eine zweite Aktion: Den X-Mas-Briefkasten. Vergangenes Jahr wurde damit begonnen. Briefe, die hier eingeworfen werden, werden von den Mitarbeiterinnen der Sozialstation am Weihnachtstag, 24. Dezember, an Menschen verteilt und dort bei Bedarf auch vorgelesen, die eine kleine menschliche Geste gerade sehr gut brauchen können. Menschen, die gepflegt werden, aber auch solche, die unheilbar erkrankt sind und in der Palliativpflege in diesem letzten Lebensabschnitt begleitet werden.
Sozialstation hat 800 Klienten
Es sind schon einige Briefe eingeworfen worden, so Alexander Bulach, und verweist auf zwei Plastikbehälter voll mit Umschlägen. „Aber es dürfen ruhig mehr werden.“ Die Sozialstation habe etwa 800 Klienten, „und von der Zahl sind wir noch ein Stück weit entfernt“. Platz ist im Briefkasten jedenfalls noch mehr als genug.