Sängerinnen und Sänger – aufgepasst: Die Villinger Kantorei plant ein neues großes Chorprojekt, das mit einem Konzert am 26. April 2026 im Franziskaner-Konzerthaus endet.
Unter der Leitung von Bezirkskantor Thomas Haverkamp starten die Proben am 8. Januar im Gemeindesaal der Pauluskirche an der Kalkofenstraße und finden dann immer donnerstags von 19.30 bis 22 Uhr statt.
„Neue Sängerinnen und Sänger sind jederzeit willkommen und melden sich zwecks persönlicher Vorstellung bitte bei mir über bezirkskantorat@kbz.ekiba.de“, sagt Haverkamp.
Ausgesucht hat er sich für das erste Großprojekt 2026 zwei gewaltige Stücke, die sowohl die Singenden als auch die die Zuhörerschaft mitnehmen in eine Welt der Mythen und Sagen, in eine Zeit, in der die Menschen noch fest an Hexen glaubten.
Die Komposition von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 bis 1847) „Die erste Walpurgisnacht“ opus 60 erzählt die Geschichte eines Volks, das im Frühjahr auf einen Berg steigt, um dort einem „alten heil‘gen Brauch“ zu folgen und eine heidnische Opferhandlung vorzunehmen. Da solche alten Bräuche im christlichen Deutschland streng verboten sind, befürchten einige aus dem Volk aufgespürt und mit dem Tod bestraft zu werden. Um die „Pfaffenchristen“ abzuschrecken, verkleiden sich die Heiden daher als Teufelsfratzen und ziehen mit „Zacken und mit Gabeln und mit Glut und Klapperstöcken“ los.
„Mendelssohn gelingt es, diesen „Hexenspuk“ meisterhaft in Musik zu setzen, und er findet dafür Klänge, die das Mysterium des Glaubens feiern“, sagt Thomas Haverkamp.
Schwarzwald-Saga
Auch das zweite Stücke von Enjott Schneider (geboren 1950), die Symphonie Nr. 5 „Schwarzwald-Saga“, steckt voller Mythen und Geheimnisse mit Szenen, die sich vor unserer Tür abspielen. Der Komponist beschreibt einen Schwarzwald, vor dem man sich noch fürchten musste: die Wälder dunkel, die Straßen meist leer und ein bedrohlicher, unheimlicher Mummelsee, der voller Geister ist.
Nach „Misere“ im Frühjahr und dem Bach’schen Weihnachtsoratorium, das am 14. Dezember aufgeführt wird, steht man mit der Kirchenmusik der evangelischen Kirchengemeinde Villingen somit bereits in den Startlöchern für 2026.
Der Projektchor der Villinger Kantorei wird am 26. April vom Symphonieorchester Camerata Viva aus Tübingen und von Solisten begleitet: Anna Bachleitner (Alt), Marcus Elsässer (Tenor) und Thomas Laske (Bass).