Ein fulminantes Werk: Die Chorgemeinschaft Nußbach feiert mit geladenen Gästen ihren 50. Geburtstag. Foto: Hans-Jürgen Kommert

In einem feinen Festakt feierte die Chorgemeinschaft Nußbach ihren 50. Geburtstag. Hervorgegangen aus dem Männer- und dem gemischten Kirchenchor, musste man zunächst zusammen finden – auch was das sängerische Repertoire betraf.

Ein „volles Haus“ mit vielen, auch prominenten Gästen, konnte die Vorsitzende der Chorgemeinschaft Nußbach, Stephanie Kammerer, in der Festhalle begrüßen: Von der Landtagsabgeordneten Martina Braun und deren ehemaligen Kollegen Karl Rombach, Bürgermeister Gallus Strobel, Pfarrer Andreas Treuer, Ortsvorsteher Heinz Hettich, vielen Mitgliedern des Gemeinde- und Ortschaftsrats und dem Ehrendirigenten Klaus Kuentz bis hin zu etlichen Vertretern der Vereine, hatten sich rund 200 Gäste eingefunden. Auch die Stadt- und Kurkapelle Triberg (SKKT) war vertreten, da man auf dieser Ebene schon mehrfach zusammen gearbeitet hatte. Kein Wunder: SKKT-Dirigent Hansjörg Hilser und Chorgemeinschaftsdirigentin Irina Hilser sind ja ein Ehepaar.

 

Ein fulminantes Programm mit einem bunten Melodienstrauß hatte man zusammen- gestellt, aber auch Raum für Redebeiträge gelassen. Moderiert wurde das Programm von Sonja Schätzle und Simon Wiesenbach – beide sind in verschiedenen anderen Vereinen an vorderster Front tätig, finden aber dennoch Zeit, im Chor mit zu singen.

Josef Herdner hält Rückblick

Wer anderer als der langjährige Vorsitzende Josef Herdner hätte einen Rückblick aus 50 Jahren Chorgemeinschaft besser gestalten können. Entstanden sei ein Chor, der von seiner Ausrichtung her ziemlich einmalig sei – noch heute gehöre die Chorgemeinschaft zwei Organisationen an – der Kirchlichen Cäcilien-Verband und dem Schwarzwaldgau Sängerbund. In 50 Jahren sei Stephanie Kammerer die nun vierte Vorsitzende, auch die Zahl der Chorleiter sei mit gerade mal drei sehr übersichtlich.

Heute bringe Irina Hilser immer neue Herausforderungen mit. „Selbst unsere ältesten Sängerinnen und Sänger sind dabei, wenn es gilt, Neues zu probieren“, betonte Herdner. Und sogar in Corona-Zeiten habe man geprobt – online. Ein Höhepunkt sei „das singende Dorf“ gewesen – das wolle man in einigen Wochen beim Dorfhock wiederholen. Gedanken machte sich Herdner auch über die Zukunftsfähigkeit von Chören.

Foto: Hans-Jürgen Kommert

Bürgermeister Gallus Strobel blickte auf die „eindrucksvolle Entwicklung“, die auch auf kluge Köpfe im Vorstand zurück zu führen sei. Er freue sich, dass der Chor kirchliche wie weltliche deutsche Lieder singe. „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder“, zitierte er am Ende Johann Gottfried Seumes berühmtes Lied. Martina Braun und Karin Dold, die Präsidentin des Sängerbunds, schlossen sich den Glückwünschen an.

„Kein schöner Land“ intonierten zunächst die Männer, bevor die christliche Seite den Staffelstab aufnahm: Ganz klassisch mit „Lobet den Herren“, danach modern mit dem „African Gloria“.

Einen Rückblick gab es mit „Danke für die Lieder“ (ABBA) auf die Anfangszeiten, aus Rieger-Zeiten kam „Ich war noch niemals in New York“ zur Aufführung, „Alles nur geklaut“ stand für Irina Hilser. Weitere Lieder folgten – jeweils begleitet von Natalie Damm am Klavier und Daniel Reuter am Schlagzeug.

Ein Gemälde für den Probenraum und ein furioser Ausklang

Sonja Schätzle und Jan Kammerer überbrachten ein Gemälde, das künftig den Probenraum schmücken soll. „Celebrate“ hieß es am Ende – eine Feuerwerksfontäne und eine Konfetti-Bombe sorgten für einen furiosen Ausklang.

Verkauft wurde am Festabend auch die von Klaus Kuentz verfasste Chronik, Anna Welke hatte dazu ein neues Vereinslogo kreiert.