China lässt eine der letzten Corona-Beschränkungen fallen. Besucher bekommen wieder Visa. Ob die Vorbereitungen ausreichen, ist fraglich, kommentiert Christian Gottschalk.
Die Geschwindigkeit, mit der in China Entscheidungen getroffen werden, kann immer wieder verblüffen. Rund drei Jahre mussten die Chinesen immer wieder mit massiven Einschränkungen leben, dann kam über Nacht die Coronawende. Rund drei Jahre lang war das Land für Ausländer so gut wie unbesuchbar, das ändert sich jetzt auch – und zwar von heute an. Familien- und Geschäftsvisa gab es bereits seit einigen Wochen wieder, jetzt dürfen auch Touristen erneut einreisen.
Flugpreise in astronomischen Höhen
Das stellt nicht nur die internationale Flugbranche vor Herausforderungen. Mangels Nachfrage waren die Kapazitäten auf ein Minimum heruntergefahren worden, und das hatte dann seinen Preis. Ein Flug von Deutschland nach Peking war zuletzt selten unter 3000 Euro zu haben – Holzklasse. Das war sechsmal mehr als vor Corona. Ob die Airlines und vor allem die chinesischen Visaagenturen im Ausland auf den Wiedereinstieg in das Touristengeschäft vorbereitet sind, muss sich noch zeigen. In China selbst warten die Hotels sehnsüchtig auf Gäste. Rund 100 Millionen Ausländer haben das Land vor Corona besucht. Im vergangenen Jahr waren es vier Millionen.