Yogalehrerin Tanja Plocher führte die Teilnehmer in der „Rötenmühle“ durch eine wohltuende Hatha-Yogastunde. Foto: Emelie Baisch

Bei einem Spendenabend in Vöhringen kamen Teilnehmerinnen zusammen, um nicht nur den Geist zu stärken, sondern auch die Arbeit der DKMS zu unterstützen.

Bei einem Charity-Yoga-Event in der „Rötenmühle“ kamen Yoga-Begeisterte zusammen, um Körper und Geist in Einklang zu bringen – und gleichzeitig die Arbeit der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zu unterstützen. Die Organisation vermittelt lebensrettende Stammzellenspenden weltweit und ist auf Spenden angewiesen.

 

Die Hatha-Yoga-Lehrerin Tanja Plocher, die seit April 2025 nebenberuflich Kurse in Holzhausen und Umgebung anbietet, initiierte das Event aus persönlicher Motivation: „Mein Papa ist 2015 an akuter myeloischer Leukämie erkrankt und benötigte dringend einen Stammzellenspender. Eine Typisieraktion in Sulz hat mir gezeigt, wie entscheidend die Arbeit der DKMS ist – und wie sehr sie auf Spenden angewiesen ist“, erzählt Plocher. Leider verstarb ihr Vater am Tag der Aktion, sodass eine Transplantation nicht mehr möglich war. „Ich weiß aber, dass viele Menschen, die sich damals typisieren ließen, inzwischen helfen konnten. Das gibt mir Hoffnung.“

Entspannende Atmosphäre

Der Verlust ihres Vaters führte Tanja Plocher zum Yoga. „Im Yoga habe ich ein Ventil gefunden, um meine Trauer zu verarbeiten“, berichtet sie. 2024 entschied sie sich daher für eine einjährige Yogalehrerausbildung, die sie nun mit dieser Veranstaltung in den Dienst der guten Sache stellt. Das Event wurde von Simone Hauser-Banholzer, Inhaberin von Hauser Massivbau, unterstützt, die das „HauserVersum“ kostenlos zur Verfügung stellte. Für Plocher hatte dies eine besondere Bedeutung, da ihr Vater jahrelang nebenberuflich bei Hauser gearbeitet hatte.

Die Teilnehmerinnen versammelten sich zu Beginn in der „Rötenmühle“, in einem großen Raum mit gedimmtem Licht. Ein entspannter Duft lag in der Luft – genau so, wie man sich die Atmosphäre einer Yogastunde vorstellt. Um die Gruppe sanft aus dem Alltag abzuholen, ließ Tanja Plocher zunächst einen Naturfilm aus der Umgebung laufen. Wälder und ruhige Landschaftsbilder sollten die Gedanken beruhigen und die Sinne öffnen.

Tiefe Entspannung

Anschließend begann die 75-minütige Hatha-Yoga-Stunde. Zu Beginn las Plocher eine kurze Geschichte über eine kleine Lampe vor – darüber, dass selbst das unscheinbarste Licht die Dunkelheit vertreiben kann. Eine Metapher, die gerade im Zusammenhang mit ihrer persönlichen Geschichte und der Arbeit der DKMS besondere Bedeutung trug. Danach folgten alle Anwesenden konzentriert ihren Anweisungen und bewegten sich gemeinsam durch eine wohltuende Praxis, die am Ende in einer tiefen Entspannung mündeten.

Im Anschluss ging es für die Frauen hinter das Haus, wo ein großer, geschmückter Weihnachtsbaum für stimmungsvolle Atmosphäre sorgte. Bei Punsch und gesunden Snacks klang der Abend ruhig und verbunden aus. So wurde das Charity-Event zu einem Abend, der sowohl auf emotionaler als auch auf sozialer Ebene Licht spendete – ganz im Sinne der kleinen Lampe aus Plochers Geschichte.

DKMS-Spenden

Spenden
Wer die Arbeit der DKMS fördern möchte, findet weitere Informationen zur Stammzellenspende, Typisierung und aktuellen Projekten auf der offiziellen Website der Organisation: www.dkms.de.