Azubis lernen den Umgang mit CNC-Fräsen und Hobel. Foto: Lüdecke GmbH

Zerspanungsmechaniker: Ausbildung mit drei Fachrichtungen / Gute Aufstiegschancen

Zerspanungsmechaniker stellen Teile her, die in zahlreichen Industrieprodukten vorkommen. Ein Job, der Handwerk, Informatik und Technik vereint – entsprechend sollten die Neigungen der Bewerber sein. Für Grobmotoriker ist dieser Job nichts: Zerspanungsmechaniker fertigen Präzisionsbauteile aus Metall. Zahnräder, Motoren- und Turbinenteile, Radnaben  oder Kupplungssysteme für die Industrie. So groß, wie man sie in Raketen braucht und so klein, dass sie in einer Armbanduhr verbaut werden können. 

Drei verschiedene Fachrichtungen gibt es bei den Zerspanungsmechanikern, sagt Karlheinz Efkemann vom Bundesverband Metall: die Fräs- und die Schleiftechnik sowie vor allem die Richtung Drehautomatensysteme.  Dabei komme es vor allem auf Genauigkeit und handwerkliches Geschick an, sagt Sebastian Lotter, Leiter der Technischen Ausbildung der Firma  Lüdecke im oberpfälzischen Amberg.  

Der Beruf ist eine Mischung aus Handwerk, Technik und Informatik – und es bedarf jeder Menge Grundlagen und Spezialwissen, das die jungen Zerspanungsmechaniker sich aneignen müssen.  Die Ausbildung dauert in der Regel dreieinhalb Jahre.   Wichtig neben handwerklichem Geschick ist ein grundlegendes Verständnis für die naturwissenschaftlichen Fächer Mathematik, Physik und Chemie. Der Abschluss eines technischen Zweigs in der Schule ist von Vorteil.

Nur in wenigen Betrieben wird noch an der klassischen Werkbank gearbeitet, hochpräzise CNC-Maschinen übernehmen die Jobs. Die Auszubildenden müssen mit der Steuerung und Wartung dieser Maschinen vertraut sein.

Die meisten Auszubildenden bringen die Mittlere Reife mit oder einen sehr guten Hauptschulabschluss, ab und an ist auch mal ein Abiturient dabei.

Mit der Ausbildung als Zerspanungsmechaniker ist der Weg der Fachleute noch lange nicht zu Ende. Die Gesellen können als Facharbeiter in der Produktion arbeiten oder   im Qualitätsmanagement eines Betriebs. 
Zudem gibt es verschiedene Weiterbildungen, etwa die zum Industriemeister Metall, zum technischen Fachwirt oder zum Maschinenbautechniker. Auch ein Maschinenbaustudium bietet sich an.