Der derzeitige Zustand von Brunnen- und Bachstraße ist verbesserungsfähig – das soll im ersten Bauabschnitt des Sanierungsgebiets Bergfelden nun angegangen werden. Foto: Vögele

Verkehrsberuhigung und eine Aufwertung der Ortsmitte in Bergfelden sind das Ziel der umfassenden Straßensanierung. Die Bauarbeiten sollen nach den Sommerferien beginnen.

Bergfelden soll schöner werden – speziell die Brunnen- und die Bachstraße sowie die Straße Im Gümple. Diese drei Straßenzüge gehören zum ersten Bauabschnitt des Sanierungsgebiets der dortigen Ortsmitte.

 

Nachdem das Vorhaben im Ortschaftsrat Bergfelden sowie im Ausschuss Technik und Umwelt Thema war, beschäftige sich der Gemeinderat mit dem Sachverhalt. Dabei stehen Verkehrsberuhigung und Aufwertung der Ortsmitte mit entsprechender Materialauswahl und einer Grünflächengestaltung im Vordergrund.

Glasfaser ans Haus

So sollen durch den Einbau von Pflasterbelägen die Flächen aufgewertet werden. „In diesem Zusammenhang sind auch Notwendigkeiten an der Straßenentwässerung und der Wasserleitung zu beheben“, heißt es in den Sitzungsunterlagen.

Die Kostenschätzung ergab – ohne das Ingenieurhonorar – Kosten für den Straßenbau in Höhe von etwa 570.000 Euro brutto sowie für die Wasserleitung von rund 115.000 Euro netto. „Dabei wird auch Glasfaser direkt bis an die Häuser verlegt“, erläutert Jochen Steinwand einen weiteren Zusatz.

Zwei Millionen Euro

Mit der Gesamtbeauftragung der Leistungsphasen 2 bis 9 sowie der örtlichen Bauüberwachung ergibt sich ein vorläufiges Ingenieurhonorar von etwa 86.700 Euro brutto, das in die Gewerke Straßenbau mit 69.700 Euro brutto und Wasserleitung mit gut 14.000 Euro netto aufgeteilt ist.

„Der Baubeginn für den ersten Bauabschnitt ist im September – nach den Sommerferien – geplant“, skizziert der Bauleiter für Kanal, Wasserleitungskataster und Tiefbau den Zeitplan. Für alle Erschließungsmaßnahmen im Sanierungsgebiet „Bergfelden“ sind im Jahr 2026 mehr als zwei Millionen Euro eingestellt.

Rücksprache nötig

Darüber hinaus gibt es pro Quadratmeter einen Zuschuss in Höhe von 250 Euro. „Der Ortschaftsrat muss noch über die Bushaltestellen drübergehen“, spricht Steinwand einen Punkt an, der zuvor für rege Diskussionen gesorgt hatte.

Allerdings sei die Ortsdurchfahrt, die das betreffe, nicht Teil des ersten Bauabschnitts. Wegen eines möglichen Rückbaus der Bus-Buchten und dem Halt der Linienbusse auf der Straße müsse man noch mit den entsprechenden Fachbehörden reden.

„Geld sparen“

Mit großer Mehrheit stimmt der Gemeinderat für die Vergabe der Ingenieurleistungen in Höhe von etwa 87.000 Euro an die RIP Ingenieure GmbH in Rottweil für das vorgestellte Projekt zu. Auch erfolgt die Zustimmung zu überplanmäßigen Ausgaben für den Eigenbetrieb Stadtwerke in Höhe von 130.000 Euro netto.

Einzig Stadtrat Stefan Link (AfD) stimmt dagegen. „Das Projekt kostet die Stadt zwei Millionen Euro – viel Geld, das man sparen könnte. Auch Verkehrsberuhigung brauchen wir dort nicht“, erklärt er sein Votum unserer Redaktion offiziell.