Jungstar Kai Havertz und die Werkself brauchen einen Glanztag. Foto: Vennenbernd

Champions League: Doch für Bayer Leverkusen ist gegen Juventus Turin eventuell ein Sieg zu wenig. 

Juventus Turin sieht Rot: Wenn Cristiano Ronaldo und Co. nach einem entspannten Tag im noblen Grandhotel Schloss Bensberg am Mittwochabend (21 Uhr/DAZN) den Rasen der BayArena betreten, werden sie von einer roten Wand empfangen. "Gegen Juve – ALLE IN ROT", lautet das Motto der Werkself vor dem letzten Gruppenspiel in der Champions League gegen den italienischen Rekordmeister, in dem Bayer sein Weihnachtwunder perfekt machen will. Und die Protagnisten glauben fest daran.

"Alles ist möglich. Wir müssen fest an uns glauben und unser Spiel gewinnen, dann sehen wir weiter", sagte Jungstar Kai Havertz entschlossen vor dem Abschlusstraining am Dienstagnachmittag.

Schont Turin seine Stars?

Und sein Trainer Peter Bosz fügte an: "Wir müssen gewinnen, alles andere zählt nicht." Der Niederländer appelliert an den Teamgeist: "Wir können Juve nur als Mannschaft schlagen, nicht nur mit einzelnen Spielern", sagte er mit Blick auf Havertz, der nicht allein die Last auf seinen Schultern tragen soll.

Zwar konzentriere man sich zunächst auf die eigenen Leistung, aber natürlich schaue man auch immer Richtung Madrid. "Wenn wir gewinnen und Atlético Madrid verliert, sind wir weiter", sagt Bosz, dessen Team nach drei Niederlagen in den ersten drei Gruppenspielen bereits abgeschrieben war. Sollte Bayer aber gegen die Alte Dame gewinnen und Atlético zu Hause gegen Lokomotive Moskau patzen, würde Leverkusen als zweites Team nach Newcastle United (2002/03) nach drei Auftaktniederlagen in der Gruppenphase noch in die K.o.-Runde der Königsklasse einziehen.

"Mit der Qualifikation für die Europa League haben wir das Mindestziel erreicht, jetzt wollen wir das Bonusspiel genießen, einen schönen Fußballabend zelebrieren und schauen, was am Ende dabei rausspringt", sagt Rudi Völler. Der Sport-Geschäftsführer erwartet einen "offenen Schlagabtausch", egal mit welcher Startformation der Topfavorit aufläuft. Juve ist sicher als Gruppenerster weiter und könnte deshalb nach seiner ersten Saisonniederlage (1:3 bei Lazio Rom) mit Blick auf die Meisterschaft einige Stars schonen.

Wie Bosz den letzten internationalen Auftritt seiner Mannschaft in diesem Jahr in Angriff nimmt, ist offen. Sicher scheint nur, dass der in der Liga gesperrte Nationalspieler Jonathan Tah wieder für Aleksandar Dragovic in die Viererkette rückt.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: