Das CG in Altensteig feierte vor Kurzem feierlich die Aufnahme im Courage-Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Dafür gab es ein besonderes Programm.
Deutschlandweit gehören insgesamt 4800 Schulen dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an – das Christophorus-Gymnasium in Altensteig ist nun offiziell ebenfalls eine davon. Zur Verleihung der Auszeichnung veranstaltete die Schule jüngst einen Informationstag mit verschiedenen Vorträgen und Workshops für die Schüler.
Pünktlich um acht Uhr fanden sich die Schüler des Christophorus-Gymnasiums in der Eichwaldhalle ein. Eröffnet wurde die Veranstaltung von dem Chor der sechsten Klasse mit dem Stück „Freedom is coming“, gefolgt von einigen Rednern.
„Schule ohne Rassismus, das gibt es nicht. Es ist vielmehr ein Idealbild“, sagte Repräsentant und Vertreter des Netzwerks Andreas Haiß in seiner Ansprache zum Auftakt des Veranstaltungstages „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
Schulleiter Daniel Rauser, Bürgermeister Oliver Valha sowie Micha Zahn aus der Schülermitverantwortung (SMV) betonten in ihren Redebeiträgen die besondere Bedeutung, im schulischen Alltag Haltung zu zeigen und sich aktiv gegen Diskriminierung einzusetzen.
Rauser las aus gegebenem Anlass zu Beginn einen Artikel aus dem Buch „Der Kreis Calw in der Zeit des Nationalsozialismus“. „Was können wir also tun, um den dort dargestellten Rassismus zu begegnen und so etwas zu verhindern?“, fragte er mit Blick auf das Programm.
„Toleranz bedeutet genauer hinzuschauen“
Auch Zahn machte deutlich: „Rassismus und Antisemitismus sind keine Themen der Vergangenheit.“ Im Gegenteil: Auf diese Themen aufmerksam zu machen sei wichtiger denn je, betonte der Schüler. „Denn Toleranz bedeutet nicht, alles hinzunehmen, sondern genauer hinzuschauen“, fügte er hinzu. Ein namibisches Musikstück der Christophorus-Kantorei rundete die Aufnahmefeier mit einer Darbietung ab.
Im Laufe des Vormittags erhielten die Schüler Impulse zu den Themen Rassismus und Courage. Nach der Eröffnung nahmen die jüngeren Klassen an unterschiedlichen Workshops teil, während sich die höheren Klassen zu einem Vortrag von Axel Reitz zum Thema „Prävention gegen Rechtsextremismus“ im Foyer der Schule trafen.
Die Initiative für das Programm kam von den Schülern. „Die kamen auf mich zu und fragten, ob wir uns als Schule für so ein Projekt stark machen können“, erinnert sich Koordinatorin Fehime Stemmler. Sie wird selbst künftig schulintern Projekte in die Wege leiten, bündeln und begleiten.
Ein zentrales Element des Netzwerks ist zudem die Übernahme einer Patenschaft durch externe Partner. Für das Christophorus-Gymnasium übernehmen diese Rolle das Jugendhaus Altensteig unter der Leitung von Kerstin Reinhardt sowie die Schulsozialarbeiter Thomas Podbielski und Prisca Kirschenbauer. Sie wollen die Schule künftig dabei unterstützen, Projekte und Aktionen im Bereich Antirassismus und Zivilcourage zu verankern.
CGA als erste Schule die bundesweit mit Mutmachern kooperiert
Mit Frederic Keller, Mutmacher der Organisation „Mein mutiger Weg“, hat die Schule außerdem einen weiteren Paten gewonnen. Das Christophorus-Gymnasium ist bundesweit die erste Einrichtung, die nicht über die klassische Berufsorientierung, sondern erstmals über einen neuen thematischen Schwerpunkt mit den Mutmachern kooperiert. „Doch es geht nicht nur um dieses eine Projekt, es geht um die Haltung im Alltag und darum, nachhaltig Bewusstsein zu schaffen“, so Podbielski.