Die Kreis-CDU demonstriert bei ihrem Parteitag Geschlossenheit und geht optimistisch in die Zukunft. Foto: Wahl

Die CDU hat bei ihrem Kreisparteitag in Ringingen Geschlossenheit demonstriert. Man gehe motiviert und zuversichtlich in die Zukunft, hieß es.

Burladingen-Ringingen - Die Zukunft der Partei stand im Mittelpunkt beim Kreisparteitages der CDU Zollernalb. Ehrengast Isabell Huber, Generalsekretärin der CDU Baden-Württemberg, referierte über die Zukunftskommission der Partei.

Die Kreisvorsitzende Nicole Hoffmeister-Kraut begrüßte die Teilnehmer, darunter die Abgeordneten Annette Widmann-Mauz, Thomas Bareiß und Manuel Hailfinger, in der Turn- und Festhalle Ringingen. "Die Wahlerfolge der CDU in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen haben die Stimmung gedreht und die Umfragewerte stimmen hoffnungsvoll." Gerade in der von Krisen geprägten Zeit gelte es, geschlossen aufzutreten und politische Akzente zu setzen. Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Folgen Energieknappheit, Lieferengpässe und Inflation stellten große Herausforderungen dar.

Kritik an Bundesregierung

Hier stehe die Bundesregierung in der Verantwortung. Dieser mangle es an Geschlossenheit, wie die Diskussion um die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke gezeigt habe. Eine weitere Herausforderung sei der Klimawandel. Es werde alles getan, um diesen zu verlangsamen. Dennoch müssten die Maßnahmen als "gangbarer Weg" für die Menschen und für die Wirtschaft gestaltet werden.

Auf einem guten Weg

Auf Landesebene werden Digitalisierung und Innovationskraft gefördert. Handwerk, Einzelhandel sowie Hotellerie und Gastronomie seien während der Corona-Pandemie gestärkt worden. Hoffmeister-Kraut betonte, dass spätestens 2024 der Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau der B 27 zwischen Bodelshausen und Nehren vorliegen. Noch vor 2025 werde mit der Planung für die Ortsumgehung Endingen und Schömberg begonnen. Die Regionalstadtbahn komme gut voran. "Wir sind der Zukunft verpflichtet. Das sind wir vor allem den nachfolgenden Generationen schuldig", beendete die Kreisvorsitzende.

Bürgermeister Davide Licht hatte eine mit Ordern gefüllte Kiste mitgebracht. Sein Appell: Bürokratie abbauen, um die Handlungsfähigkeit der Kommunen aufrechtzuerhalten.

Zukunftskommission gebildet

Generalsekretärin Isabell Huber ging auf die Energiemärkte ein. Auf Bundesebene geschehe zu wenig, die Regierung agiere zu zaghaft. Ihr Hauptaugenmerk legte Huber auf die Zukunft der Landes-CDU. "Wir wollen wieder besser werden und langfristig als moderne Mitglieder-Volkspartei attraktiv sein." Mit der Zukunftskommission habe man ein Arbeitsgremium geschaffen, um Schlüsse zu ziehen und diese in die Parteiarbeit und Praxis einfließen zu lassen: "Wir sind kreativ, wir sind motiviert und haben Gestaltungswillen."

Von unschätzbarem Wert seien die Mitglieder und deren Erfahrung: „Unsere Mitglieder engagieren sich in der Kommission und seien eine wertvolle Hilfe. Aus dem Zollernalbkreis habe sich Joachim Rebholz eingebracht. Mit ihren Landtagskollegen und den Bundestagsabgeordneten stand sie den Mitgliedern zu politischen Themen Rede und Antwort.