Die Teilnehmer der CDU-Winterwanderung treffen sich zum politischen Abschluss im Dürrenmettstetter Sportheim.
„Im nächsten Leben wäre ich gern Dürrenmettstetterin.“ Naja, so ganz haben die rund 40 Besucher im Sportheim dies der CDU-Bundestagsabgeordneten nicht abgenommen. Aber es war auch nur als Scherz gemeint. Maria-Lena Weiss zeigte sich nach der Wanderung jedenfalls beeindruckt von dem, was die Dürrenmettstetter in ihrem kleinen Ort zustande bringen.
Bei der abschließenden Zusammenkunft im Sportheim der Spvgg Dürrenmettstetten ging es um Politik. Für die Landtagswahl am 8. März gab sie sich zuversichtlich, den Abstand zu den Grünen halten zu können. „Es gilt, nicht nervös zu werden“, appellierte sie an ihre Parteifreunde. Dabei verwies sie auf die jüngsten bundespolitischen Errungenschaften der Regierung.
„Intensive Arbeit in der Region“
So sei das Heizungsgesetz „rückabgewickelt“ worden, jeder könne wieder selber entscheiden, und das sei auch richtig. Auch gingen die Flüchtlingszahlen spürbar zurück. Das Gesundheitssystem werde umgebaut, bei der Rente seien ebenfalls Veränderungen erforderlich. „Wir haben einen intensiven März mit vielen Beschlüssen vor uns“, kündigte sie an.
Der Fokus liegt jetzt allerdings auf der Landespolitik. Landtagsabgeordneter Stefan Teufel, der zuvor eine Bauernversammlung in Dietingen besucht hatte, befindet sich voll im Wahlkampfmodus. Der Unterstützung seiner Parteifreunde im Landkreis, besonders auch in Sulz, kann er sich sicher sein. „Ihr macht eine intensive Arbeit in der Region“, bedankte er sich. Der Schwerpunkt liegt bei ihm klar auf der Wirtschaft und dem Erhalt der Arbeitsplätze.
Kommunen brauchen finanzielle Mittel
Bei den Bauern habe er sich für den Freihandel ausgesprochen. Was Firmen, aber auch Privatleute, darüber hinaus für ihre Wettbewerbsfähigkeit bräuchten, sei bezahlbarer Strom. Ein zweiter Schwerpunkt ist für ihn die Bildung: „Da muss Baden-Württemberg wieder an die Spitze kommen.“ So liegt ihm viel daran, dass die sprachliche Kompetenz der Kinder gefördert wird. Deshalb sollte das letzte Kindergartenjahr verpflichtend sein. „Dafür muss das Land das Geld bereitstellen“, weiß Teufel aber auch, worauf es den Kommunen bei solchen Vorgaben von oben ankommt. Ein weiteres Thema, das ihm besonders wichtig ist, ist die ärztliche Versorgung. Diese müsse, ebenso wie die Pflege, ortsnah funktionieren.
Der frühere Bundestagsabgeordnete Volker Kauder sah ebenfalls die Notwendigkeit, den Kommunen ausreichende finanzielle Mittel für verpflichtende Aufgaben wie den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz bereitzustellen. Die Alternative ist für ihn sonst, keine entsprechenden Gesetze zu beschließen.
Als Bundestagsabgeordneter außer Dienst ist auch er im Landtagswahlkampf involviert. Ein Dutzend Veranstaltungen hat er hinter sich. Dass die Grünen den Umfragen zufolge zur CDU aufgeholt haben, weise darauf hin, „dass die letzte Messe noch nicht gelesen ist. Wir müssen Gas geben, um zu zeigen, dass die CDU das Land auf Vordermann bringen will“, forderte Kauder dazu auf, im Wahlkampf nicht nachzulassen.