In der St. Agathen-Kirche trafen sich die Mitglieder des CDU-Stadtverbandes Schopfheim zum Jahresempfang.
In der St. Agathen-Kirche trafen sich die Mitglieder des CDU-Stadtverbandes Schopfheim zum Jahresempfang. Die Begrüßung übernahm Vorstand Michael Böhler, er ist einer der drei Vorstände der Partei gemeinsam mit Thomas Kuri und Marko Sutter.
Als besonderen Gast konnte der Vorstand Peter Schelshorn als Landtagskandidat des Wahlkreises begrüßen. Schelshorn befand sich aktuell auf Wahlkampf-Tour und war auf dem Sprung zum Neujahrsempfang in Bad Bellingen. Dennoch fand er Zeit für Grußworte. Er sagte: „Als Bürgermeister von Schönau erlebe ich jeden Tag, was Politik konkret bedeutet“. Er setzt sich für Lösungen für eine starke Wirtschaft und verlässliche Infrastruktur im ländlichen Raum ein, und für eine Politik der Mitte mit Maß und Vernunft. Die Kommunen müssten stärker werden, anstatt dass diese mit immer mehr Bürokratie belastet werden.
Kreistag
Thomas Kuri berichtete aus dem Kreis- und Gemeinderat. Im Kreistag wurde von einer anhaltend schlechten Haushaltslage gesprochen. Die Kreisumlage steigt 2027 auf Rekord-Hoch. Das neue Kreisklinikum bedeutet „Leuchtturm“ und gleichzeitig „Schatten“, es ist das größte Bauprojekt in der Geschichte des Landkreises. Der Neubau soll Ende 2026 fertig gestellt sein, und im Frühjahr 2027 eröffnet werden. Die CDU unterstützt das Projekt, da ein modernes Klinikum notwendig und zeitgemäß sei. Die Baukosten stiegen von ursprünglich 450 Millionen Euro auf 512,8 Millionen. Gründe seien verlängerte Bauzeiten, Preissteigerungen, und die Erfordernisse der ökologischen Wärmeversorgung. Die Kostendynamik wird hier von der CDU kritisch begleitet. Die Erreichbarkeit mit der Bahn war damals ein zentraler Faktor bei der Entscheidungsfindung für das Klinikum. Kuri fragte: „Aber wie sieht die Realität aus?“. Die Haltestelle wird frühestens 2035 verwirklicht.
Dies bedeutet acht Jahre Verspätung, wo 2000 Menschen, Patienten und Mitarbeiter, ausschließlich über die Straße zum Klinikum kommen. Insbesondere für die Bewohner des Oberen Wiesentals sei die Erreichbarkeit des Klinikums mit dem ÖPNV umständlich.
Gemeinderat
Im Gemeinderat kann auf das aktivste Jahr zurückgeblickt werden. Es wurden zwölf formelle Anträge eingebracht, dazu zahlreiche Wortmeldungen und Positionspapiere. Er sagte: „Wir haben dorthin geschaut, wo es unbequem war“. Die CDU stimmte als einzige Fraktion gegen den Doppelhaushalt. Der Haushalt würde keine Antwort auf die drängenden Fragen der Zeit geben.
Das meist diskutierte Thema war die Sanierung des Schwimmbades als sogenanntes „Naturbad“, ohne die Zustimmung der CDU.
Ein Antrag der CDU in der betreffenden Sitzung in der vollen Stadthalle zur Vertagung des Beschlusses zwecks Herstellung von Transparenz und Bürgerbeteiligung sei überstimmt worden.
Die Veranstaltung wurde durch den Pianisten und Arrangeur Michael Herrmann musikalisch umrahmt.