Thomas Bareiß, CDU-Abgeordneter aus dem Zollernalbkreis, hat nicht ausgeschlossen, dass die Pipeline Nord Stream 2 wieder in Betrieb geht. Deutliche Kritik kam unter anderem von Ricarda Lang (Grüne). So äußert sich Bareiß.
Auf Aussagen des Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß (CDU, Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen) hat unter anderem die frühere Grünen-Bundeschefin Ricarda Lang zuletzt mit deutlicher Kritik reagiert.
„Ernsthaft CDU, wie kann es sein, dass jemand für euch verhandelt, der für den Wiederaufbau von Nordstream und russisches Gas wirbt?“, fragte Lang, mittlerweile Abgeordnete für den Wahlkreis Backnang-Schwäbisch Gmünd, auf ihrem Instagram-Account. Lang sprach zudem von einer „Moskau-Connection in der CDU“.
Auf Anfrage unserer Redaktion erklärte Bareiß dazu: „Ich kann mit diesen grünen Kampfbegriffen nichts anfangen. Ich kann nur sagen, dass ich noch nie in Russland war und nie eine enge Beziehung zu Russland gepflegt habe, und trotzdem bin ich der Meinung, dass ein De-facto-Kriegszustand auf Dauer nicht in unserem deutschen Interesse sein kann.“
Bareiß hatte in einem LinkedIn-Eintrag erklärt, dass die Pipeline Nord Stream 2 möglicherweise in Betrieb gehen könne, „wenn wieder Frieden herrscht und zwischen Russland und Ukraine die Waffen zur Ruhe kommen“ und weiter: „vielleicht diesmal dann in einer Pipeline unter US-amerikanischer Kontrolle“.
Auslöser für seinen Beitrag seien die damals anstehenden Verhandlungen der USA mit Russland und der Ukraine gewesen, so Bareiß.
Wie sich Thomas Bareiß weiter zur Kritik der Grünen, zu Nord Stream 2 und zum Ausbau der Verteidigungs- und Bündnisfähigkeit Deutschlands äußert, lesen Sie hier.