Der CDU-Ortsverband Steinen-Kleines Wiesental hat sich am Dienstag auf den Wahlkampf eingestimmt.
Die CDU Steinen-Kleines Wiesental hat am Dreikönigstag mit seinen Mitgliedern im Hasenheim aufs neue Jahr angestoßen. Sabine Glaser, Stefan Glaser, CDU-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, und Landtagsabgeordneter Peter Schelshorn blickten auf die Verdienste der CDU auf den unterschiedlichen Ebenen zurück.
Ortsvereinsvorsitzende Sabine Glaser bedauerte, dass Stefan Glaser bei der Bundestagswahl zwar den Wahlkreis gewonnen hat, aber trotzdem nicht in den Bundestag einzog. Das habe die Wähler irritiert und verärgert. Die Politik habe dadurch an Glaubwürdigkeit verloren. Sie plädierte dafür, das Wahlrecht wieder „zurechtzurücken.“ Die Bundesregierung forderte sie auf, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. „Versprechen aus Berlin müssen schneller umgesetzt werden, damit Betriebe investieren, Arbeitsplätze sichern und ausbilden können.“ Sie warb dafür, Peter Schelshorn in den Landtag zu wählen, damit „unsere Region eine starke, direkte Stimme in Stuttgart hat.“
Stefan Glaser schwor die Christdemokraten auf einen harten Landtagswahlkampf ein, in der sie den Wählern erklären müssten, warum die von der Bundesregierung versprochenen großen Veränderungen noch nicht eingetreten seien. Er warte auf schriftliche Argumentationshilfen von der Landes-CDU.
Anerkennung für Bundeskanzler Merz
Neben Kritik gab es auch Lob für die Bundespolitik. Glaser bezeichnete Bundeskanzler Friedrich Merz als „Staatsmann“, der – anders als ein Vorgänger – im Ausland ernst genommen werde, und CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel als „richtigen Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort“. Hagels Karriere fuße nicht auf Politik, er habe einen Beruf erlernt, betonte der Vorsitzende der CDU-Gemeinderatsfraktion. Gut sei es, dass Hagel drei Kinder habe, weil jemand, der Kinder habe, eine andere Bildungspolitik mache als ein Kinderloser. Schließlich habe es ihn gefreut, dass der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl ihn am Abend der Bundestagswahl angerufen und „mehr als drei Minuten“ mit ihm gesprochen habe.
Kurz ging er auf die Kommunalpolitik ein, nannte das Baugebiet „Hutmatt II“ und die Ansiedlung von Gewerbe auf der Grünfläche neben der B 317 „finanziell wichtige Projekte“.
CDU-Landtagskandidat Peter Schelshorn hob in seiner Rede unter anderem die Bedeutung von Freibädern hervor; die Diskussionen um die in der Bevölkerung beliebte Freizeiteinrichtung sind in Steinen ein Dauerbrenner. „Es gibt zwischen Lörrach und dem Wiesental eine hohe Dichte an Freibädern“, räumte er ein, „aber sie werden auch angenommen.“ Er könne es sich vorstellen, das Bädermanagement interkommunal zu organisieren.
CDU ist für Kandertalbahn
Er verurteilte die Angriffe auf Polizei und Rettungsorganisationen; der Staat müsse hier härter durchgreifen. Er ging auch auf einige Themen ein, die 2025 im Kreistag diskutiert wurden – Klinikum, interkommunaler Wärmenetzverbund, Kandertalbahn („Die CDU steht hinter der Kandertalbahn“) – und erinnerte daran, dass der Sozialhaushalt des Landratsamts Lörrach höher sei als die Gesamteinnahmen der Kreisumlagen. Schelshorn stellte auch kurz seinen beruflichen Lebensweg vor – wie schon bei der Wahlkampfveranstaltung im Hasenheim im vergangenen Jahr. „Ich bin bodenständig und ein Mann der Basis“, lautet die Botschaft von Schelshorn.
Bürgermeister Gunther Braun beklagte den aktuellen Stillstand bei mehreren Projekten in Steinen (zum Beispiel bei der Umverlegung der L 138). 2026 werde die Gemeinde aber „einiges wuppen“, versprach er. Der neue Polizeiposten im Haus der Sicherheit, den man ertüchtigen werde, um ihn zu erhalten, werde fertig. Er will auch die Gemeinde weiter entwickeln, aber dazu fehle es an Grundstücken. Oftmals bekomme er von den Bürgern die Antwort: „Ich hebe mir mein Grundstück für die nächste Generation auf.“