CDU-Landesgeschäftsführer Tobias Vogt (von links), Landtagskandidat Andreas Braun, Ersatzbewerberin Stephanie Martin für den Wahlbezirk Schwarzwald-Baar und Wahlleiter Guido Wolf sehen der Wahl im kommenden Jahr zuversichtlich entgegen. Foto: Rainer Bombardi

Der CDU-Kandidat für die Landtagswahl 2026 im Wahlkreis 54 Schwarzwald-Baar ist gekürt.

In der Alemannenhalle Mönchweiler sprachen sich 94,6 Prozent der anwesenden Mitglieder für den Unterkirnacher Andreas Braun aus. Bei seiner Erstkandidatur geht er nun mit 87 Ja-Stimmen, drei Enthaltungen und fünf Nein-Stimmen ins Rennen.

 

Braun trat als einziger Bewerber an. Er wird im kommenden Jahr gemeinsam mit der aus Obereschach stammenden Ersatzbewerberin Stephanie Martin den Wahlkampf bestreiten. Martin erzielte mit 97,7 Prozent der Stimmen ein beachtliches Ergebnis, das sich aus 88 Ja-Stimmen, sechs Enthaltungen und zwei Nein-Stimmen ergab.

2003 trat er in die Partei ein

Der 43 Jahre alte Braun stellte sich während der Nominierungsversammlung mit 20 Jahren Erfahrung in leitenden Positionen in der Industrie und der Kommunalpolitik vor. 2003 in die CDU eingetreten und 2008 erstmals in den Gemeinderat seiner Heimat in Althengstett gewählt, fachte 2013 das Amt des Bürgermeisters von Unterkirnach seine Leidenschaft zur politischen Gestaltung weiter an.

Seine Wiederwahl 2021 und die nun folgende Bewerbung um ein Landtagsmandat bezeichnete er als Zeichen der Verbundenheit zur Region und seiner Devise „anpacken statt schwätzen“ zu folgen. Er skizzierte die Möglichkeit sich kommunalpolitisch für die Menschen vor Ort zu engagieren und zu arbeiten als einen Vertrauensbeweis, der ihn mit Freude, Stolz und Demut erfülle. Braun benannte das Engagement für den Mittelstand die Handwerks- und Familienbetriebe als einen Eckpunkt seines Wahlprogramms. Er versicherte, alles zu unternehmen um sie wieder zu wirtschaftlicher Stärke zurückzuführen.

Dafür will er außerdem antreten

Braun plädierte für die Wiedereinführung des Paragraphen 13b im Baugesetzbuch, der Kommunen in Eigenverantwortung die Bebauung von Randgebieten ermöglicht. „Ohne wirtschaftlichen Erfolg keine Transformation und damit auch keine Investition in den Klimaschutz“, war er überzeugt. Als weitere Eckpunkte führte er die Gewährleistung von mehr Schutz und Sicherheit an, welche bedingen die Polizei, die Feuerwehr und die Hilfsdienste auf modernstem Niveau auszustatten. „Damit sich Leitung wieder lohnt setze ich mich für mehr Netto vom Brutto und die Belohnung von mehr und nicht von weniger Arbeit ein“.

Braun plädierte zudem dafür Heimat und Kultur zu bewahren, die Landwirtschaft zu entlasten, beispielsweise durch die Wiedereinführung der Rückvergütung von Agrardiesel und den Bürokratieabbau mit Nachdruck anzugehen. Zu weiteren Zielen zählte er den Einsatz für einen zielgerichteteren und gerechteren Sozialstaat. In diese Kategorie stufte er die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, das Engagement für eine zuverlässige medizinische Versorgung vor Ort und eine solide bildungspolitische Linie ein. Wahlleiter Guido Wolf vermeldete in der Folge erfreuliche Resultate und beklagte als einziges Manko des Abends die fehlenden Wahlurnen. Dieses Problem löste die Wahlkommission mit Körbchen in schwarz, die den Landtagsabgeordneten angesichts ihrer Farbe besänftigt haben dürften.