Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

CDU-Bundestagskandidatur Staatsschutz ermittelt wegen Nötigung

Von
Der Wildbader Bürgermeister Klaus Mack. Foto: Kafke/dpa

Bad Wildbad - Störgeräusche gibt es aktuell im Kampf um die CDU-Bundestagskandidatur für den Wahlkreis Calw/Freudenstadt: Mit Schmäh-E-Mails will ein anonymer Absender offenbar Einfluss auf die Wahl in rund zwei Wochen nehmen.

Am Freitag, 23. Oktober, entscheiden die CDU-Mitglieder, ob sie den Bad Wildbader Bürgermeister Klaus Mack oder den promovierten Unternehmer Alessandro Pagella aus Haiterbach-Beihingen in das Rennen um das Bundestagsmandat in der Region schicken wollen. Kurz vor der Entscheidung sorgen nun anonyme E-Mails mit Beleidigungen und Anschuldigungen für Aufsehen, die an einige CDU-Mitglieder und teilweise auch an die Medien verschickt wurden. In einer der E-Mails, die dem Schwarzwälder Boten vorliegen, gibt der unbekannte Absender bereits im Betreff eine "Wahlempfehlung" für Pagella ab, verbunden mit diskreditierenden Aussagen über die Arbeit Macks.

E-Mail mit Wahlempfehlung für Pagella

Nach Informationen des Schwarzwälder Boten erhielten Mack und verschiedene weitere CDU-Mitglieder nun in der vergangenen Woche erneut eine E-Mail mit einer Wahlempfehlung für Pagella. Angesprochen werden die E-Mail-Empfänger übrigens mit "Sehr geehrte Parteikolleginnen und Parteikollegen". Ob der anonyme Schreiber tatsächlich Parteimitglied ist, wird nun wohl auch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Denn da die Anschuldigungen in den Schreiben offenbar über Beleidigungen hinaus gingen und Androhungen sogar Nötigungen seien, wurden die Unterlagen an die Polizei übergeben.

Mack bestätigte den Vorgang gegenüber unserer Zeitung. "Ich lasse mich von anonymen E-Mails nicht beeindrucken. Diese werden schlichtweg ignoriert", teilte er auf Anfrage mit. Weitere Stellungnahmen dazu wollte er nicht abgeben.

Beamte leiten Ermittlungen ein

Frank Otruba, Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit beim Polizeipräsidium Pforzheim bestätigte, dass der Staatsschutz ermittle, da eine "Person des öffentlichen Lebens" betroffen sei. Darunter fallen zum Beispiel Politiker, Abgeordnete, Bürgermeister und weitere Personen des öffentlichen Lebens, die in der Medienlandschaft wahrgenommen würden, so Otruba weiter. Deshalb ermittelt die Kriminalinspektion sechs, eine Abteilung der Kriminalpolizei mit Sitz in Pforzheim. Die Beamten hätten entsprechende Ermittlungen eingeleitet, erklärt der Pressesprecher. Unterstützt werden sie laut Otruba dabei von den "Cyberkriminalisten", die sich auf Internetkriminalität spezialisiert haben. Diese hätten Mittel und Wege, auch anonym verfasste Nachrichten unter falschen E-Mail-Adressen zum Beispiel über sogenannte "IP-Adressen" (eindeutiges Identifikationsmerkmal eines Computers, um den Standort im Internet zu definieren) zurückzuverfolgen. Dies seien allerdings "meist langwierige Ermittlungen", die mehrere Wochen andauern könnten, so der Polizeisprecher weiter.

In diesem Fall werde auch ein Zusammenhang mit den Schmierereien auf der Straße vor dem Bad Wildbader Rathaus untersucht. Weitere Details, auch zum Inhalt der E-Mails, wollte Otruba im Hinblick auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen, da dies "Täterwissen" sei.

Artikel bewerten
11
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.