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CDU-Bezirksvorsitz Tanja Gönner verliert Kampf gegen Bareiß

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Tanja Gönner gratuliert auf dem CDU-Bezirksparteitag Württemberg-Hohenzollern in Uhldingen-Mühlhofen Thomas Bareiß zur Wahl als Vorsitzenden. Foto: dpa

Uhldingen-Mühlhofen - Das war bitter für Tanja Gönner. Nach der Niederlage im Ringen um den CDU-Fraktionsvorsitz ist die ehemalige baden-württembergische Umwelt- und Verkehrsministerin am Samstag nun auch im Machtkampf um den Vorsitz beim einflussreichen CDU-Bezirk Württemberg-Hohenzollern knapp unterlegen. Der 36-jährige Thomas Bareiß setzte sich in Uhldingen-Mühlhofen (Bodenseekreis) mit 99 zu 92 Stimmen gegen seine Konkurrentin durch. Die fast 200 Delegierten des Bezirksverbandes zogen damit auch einen Schlussstrich unter die Ära von Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU), dessen Vertraute Gönner jahrelang war.

Bareiß: "Nie wieder Politik nach Gutsherrenart"

Bareiß tritt die Nachfolge von Andreas Schockenhoff an, der nicht mehr kandidierte. Schockenhoff hatte nach einem Unfallflucht im Sommer öffentlich eingeräumt, dass er alkoholkrank sei und in Therapie begeben wolle.

„Es darf nie wieder Politik nach Gutsherrenart geben“, hatte Bareiß in seiner Bewerbung um den Posten gesagt und damit auf den Politikstil von Ex-Ministerpräsident Mappus angespielt. Die Wahl des smarten Mittdreißigers war so für viele auch ein Signal zur Erneuerung der Partei. Bareiß zieht nun zugleich ins CDU-Landespräsidium ein.

Nach der Wahl atmete er tief durch: „Ich freue mich sehr, dass ich gewonnen habe, es waren zwei starke Kandidaten und man wusste von vornherein, dass es sehr, sehr knapp ausgehen wird.“ Bareiß hat schon einmal bewiesen, dass er innerhalb der CDU Mehrheiten organisieren kann: So setzte er sich im Jahr 2005 als CDU-Bundestagskandidat gegen den damals favorisierten Sigmaringer Landrat Dirk Gaerte durch. Im Bundestag ist er heute energiepolitischer Sprecher der Unionsfraktion.

Gönner nach Niederlage tief enttäuscht

Tanja Gönner hatte vor allem ihre politische Erfahrung in die Waagschale geworfen. Die 42-jährige schwäbelnde Anwältin hat einen guten Draht zu Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und war immer mal wieder als Bundesumweltministerin im Gespräch. Auch im Streit um Stuttgart 21 war sie im Rampenlicht.

Gönner zeigte sich nach der knappen Niederlage tief enttäuscht. Schließlich fehlten ihr nur wenige Stimmen. Zu ihrer politischen Zukunft wollte sie sich zunächst nicht äußern. Gönner sagte lediglich, dass sie in der kommenden Woche als Kreisvorsitzende in Sigmaringen erneut antreten wolle. Und: Sie gehe der CDU nicht verloren.

Nach der Wahlschlappe der schwarz-gelben Landesregierung im März hatte Gönner ihren Ministerposten abgeben müssen und war anschließend mit ihrer Kandidatur als Fraktionsvorsitzende der Landtags-CDU gegen Peter Hauk gescheitert. Seitdem ist sie einfache Landtagsabgeordnete für den Kreis Sigmaringen. Trotz aller Enttäuschung harrte sie am Samstag noch bis in den Nachmittag auf dem Parteitag in der Sporthalle Uhldingen-Mühlhofen aus.

Sie ist übrigens nicht die Einzige, die nach der verlorenen Landtagswahl von der Basis abgestraft wurde: Der 32-Jährige Bundestagsabgeordnete Steffen Bilger hatte sich kürzlich im CDU-Bezirksverband Nordwürttemberg klar gegen den Landtagsabgeordneten und ehemaligen Kunst-Staatssekretär Dietrich Birk durchgesetzt. Und Ex-Finanzminister Willi Stächele hatte nach seiner Wahl zum Landtagspräsidenten die Führung der CDU Südbaden an den Konstanzer Bundestagsabgeordneten Andreas Jung weitergegeben.

 
 

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