Der CDU-Landtagsabgeordnete Stefan Teufel sprach im Café Heimatliebe über die großen Herausforderungen für die Region – und Pläne seiner Partei.
Dabei bekannte sich Teufel klar zu seiner Verantwortung für den Wahlkreis und den ländlichen Raum insgesamt: „Es ist mir wichtig, dass junge Menschen bei uns eine echte Zukunft haben – mit gleichwertigen Lebensverhältnissen zwischen Stadt und Land.“
Dazu zählten eine leistungsfähige Infrastruktur, verlässliche Mobilität und digitale Anbindung ebenso wie realistische Umwelt- und Naturschutzstandards. Deutlich mahnte Teufel dabei Augenmaß an: „Umwelt- und Klimaschutz sind wichtig, aber Maß und Mitte müssen gewahrt bleiben. Es kann nicht sein, dass wegen einzelner Aspekte dringend notwendige Ausbaumaßnahmen verhindert oder auf Jahre blockiert werden.“ Politik müsse Lösungen ermöglichen – nicht Stillstand organisieren.
Drittes Kindergartenjahr verpflichtend
Neben der inneren Sicherheit nannte Teufel die Bildung als einen der zentralen Schwerpunkte christdemokratischer Politik. Besonders die frühkindliche Förderung sei entscheidend für Chancengerechtigkeit: „Wir werden das dritte Kindergartenjahr verpflichtend machen – denn die Beherrschung der deutschen Sprache ist der Schlüssel zur Teilhabe und zu einem erfolgreichen Bildungsweg.“
Gleichzeitig sprach er sich dafür aus, die duale Ausbildung weiter zu stärken und attraktiver zu machen. Gute berufliche Perspektiven vor Ort seien ein entscheidender Faktor, um junge Menschen im ländlichen Raum zu halten.
Staat kann nicht alles abnehmen
Ein weiteres zentrales Anliegen Teufels war der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Eigenverantwortung. In Zeiten zunehmender Polarisierung sei dieser keine Selbstverständlichkeit: „Der Zusammenhalt unserer Gesellschaft ist die zentrale Aufgabe unserer Generation. Das ist eine Verantwortung für alle, die Verantwortung tragen – in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.“ Genauso, dass der Staat nicht alles abnehmen und auch bezahlen könne. „Wir müssen wieder mehr Eigenverantwortung übernehmen, in jeglichen Bereichen. Sei es in der Erziehung bis hin zur Pflege“.
Von neun Jahren bis 92
In diesem Zusammenhang warb Teufel auch für Manuel Hagel als künftigen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg: „Er ist jung, in seiner Heimat verwurzelt und er hat die volle Unterstützung der Partei und der Fraktion. Genau diese Mischung braucht unser Land.“
Johannes Sauter, CDU-Ortsverbandsvorsitzender und Moderator der Veranstaltung, zog ein durchweg positives Fazit und dankte allen Teilnehmern: „Die Jüngste ist neun Monate alt, die Älteste 92 Jahre.“ Ein starkes Zeichen dafür, dass politische Diskussionen alle Generationen betreffen.