Zu den Aufgaben des Caritasverbandes des Schwarzwald-Baar-Kreises gehören auch die sozialen Dienste. Unter diesem ist die Schwangerschaftsberatung angesiedelt Foto: Pixabay

Häufig geht es um viel mehr dicke Dinger als nur einen runden Bauch.

Zu den Aufgaben des Caritasverbandes des Schwarzwald-Baar-Kreises gehören auch die sozialen Dienste. Unter diesem ist die Schwangerschaftsberatung angesiedelt - und da geht es um weit mehr dicke Dinger, als nur den runden Bauch.

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Schwarzwald-Baar-Kreis - Andrea Klausmann und sechs ihrer Kollegen sind bei der Caritas zuständig für diesen sensiblen Bereich. Und sie wissen um die zahlreichen Fragen der werdenden Mütter und Väter und insbesondere der Alleinerziehenden. Oft gilt es, bürokratische Hürden zu überwinden: Was ist bei den Themen Elterngeld und Elternzeit zu beachten, welcher Antrag muss wie formuliert oder ausgefüllt und wo eingereicht werden und wo gibt es bei geringem Einkommen finanzielle Unterstützung? Dies sind nur wenige Fragen, für deren Beantwortung die Kompetenz der Caritas-Berater gefragt ist.

Es mangelt an Hebammen, Wohnraum und Gynäkologen

Nicht selten geht es bei Ratsuchenden um Unterstützung im Umgang mit Behörden, vor allem, wenn die Betroffenen nur über geringe Deutschkenntnisse verfügen. Leider gibt es keine positiven Veränderungen, was den Mangel an Hebammen und Gynäkologen betrifft, berichtet Klausmann. Auch die Problematik des fehlenden bezahlbaren Wohnraums im Schwarzwald-Baar-Kreis hält seit Jahren an.

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In Zeiten der Pandemie mussten sich auch die Mitarbeiter der Caritas auf die neue Situation einstellen. Da in der Regel in den Dienststellen keine persönlichen Gespräche stattfinden konnten, wurde hauptsächlich die telefonische Beratung in Anspruch genommen, erzählt Andrea Klausmann. Weiterhin konnten Ratsuchende den Weg der Onlineberatung wählen. Mit der Zeit waren schließlich wieder persönliche Kontakte möglich.

"Unsere Beratung ist kostenlos und wir wahren die Schweigepflicht"

Für werdende Eltern kam es durch die Beschränkungen aufgrund der Situation mit Covid-19 zu erheblichen Schwierigkeiten. Die Geburtsvor- und -nachbereitung konnte, beziehungsweise kann nur eingeschränkt stattfinden; Vorbereitungskurse mussten ausfallen. Besonders belastend war die Sorge darum, inwieweit der werdende Vater überhaupt bei der Geburt dabei sein darf. Besuche seitens der Familie waren nach der Geburt nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Und diese Unsicherheiten sind aktuell nach wie vor gegeben. Von gesetzlicher Seite kam es zu einigen Regelungen in den Bereichen Elterngeld, Elternzeit und Mutterschaftsleistungen. So soll zum Beispiel vermieden werden, dass sich ein längerer Bezug von Kurzarbeitergeld negativ auf eine Berechnung des Elterngeldes oder auch des Mutterschaftsgeldes auswirkt. Auch zu diesen Fragestellungen können sich werdende Mütter und Väter an die Beratungsstellen wenden.

Die Themen in ihrer Arbeit seien so vielfältig wie die Möglichkeiten der Hilfestellung, erklärt die Sozialberaterin, die die Schwangerschaftsberatung als einen wichtigen Teil ihrer Arbeit versteht. "Unsere Beratung ist kostenlos und wir wahren die Schweigepflicht", verspricht Andrea Klausmann und betont zusätzlich, dass die Beratung unabhängig von Religion oder Nationalität erfolgt.

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