Die Caritas Schwarzwald-Alb-Donau lässt Langzeitarbeitslose ungenutzte Flächen in der Stadt begrünen und nachhaltig bewirtschaften. Das Projekt „Cariditas“ hat sich gut entwickelt; jetzt werden weitere Flächen und Helfer gesucht.
Seit Mitte Mai stehen in der Oberen Vorstadt in Ebingen zehn Hochbeete – das Ergebnis einer Kooperation des Albstädter Stadtplanungsamtes, des Nabu Albstadt und der Caritas Schwarzwald-Alb-Donau. Die Beete, in den Gemüse wächst und bienentaugliche Blumen sprießen, sind Eigentum der Stadt, doch um die Bepflanzung und Pflege kümmert sich die Caritas.
Ein Gärtnermeister führtehrenamtlich Regie
Vier weitere Hochbeete mit Beerensträuchern und Kürbispflanzen wurden Ende Juni am Westtor der Martinskirche aufgestellt. Im Garten des Marienheims in der August-Sauter-Straße steht ein weiteres, unmittelbar neben einem Staudengarten, der unter der Anleitung des Gärtnermeisters Peter Faber, eines ehrenamtlichen Mitarbeiters der Caritas, angelegt wurde. Und dann ist da noch der große Gemeinschaftsgarten auf dem Roßberg, wo seit Ende Mai ein Beet mit Kartoffeln und Zwiebeln bewirtschaftet wird.
„Cariditas“ nennt die Caritas dieses Projekt, das ökologische und soziale Aspekte unter einen Hut bringen soll. Pflanzen, Pflege und Unkrautjäten sind Sache eines „Cariditas-Teams“, das aus ehrenamtlich tätigen Projektmitgliedern und langzeitarbeitslosen Menschen besteht. Letztere sollen wieder in ein Arbeitsumfeld integriert werden und über eben diese Arbeit neue Perspektiven, Optionen und Chancen für sich entdecken. Die Ernteerträge sollen langfristig einem lokalen sozialen Mittagstisch zugute kommen.
Ungenutzte Schrebergärtenwären ideal für das Projekt
Um dieses Projekt fortzuführen und auszubauen, möchte die Caritas noch mehr Grünflächen in Ebingen erschließen und ist derzeit auf der Suche nach geeigneten Grundstücken. Ungenutzte Schrebergärten kämen dafür in Betracht oder private Gemüsegärten, die von ihren Besitzern nicht mehr bewirtschaftet werden können. Eine weitere Option wären brachliegende Flächen von Betrieben. Sie sollten nach Möglichkeit gut fußläufig oder mit dem Fahrrad erreichbar sein, denn die Gärtner sind im Zweifelsfall nicht motorisiert.
Weitere Helfer werden dringend gebraucht
Neben den benötigten Flächen werden dringend Helfer gesucht, die sich ehrenamtlich engagieren möchten und das erforderliche organisatorische Geschick, Durchsetzungsvermögen und nach Möglichkeit auch Kenntnisse im Gartenbau besitzen, um Gruppen anleiten zu können. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, mitzumachen und Albstadt grüner und nachhaltiger zu machen.
Gefördert wird „Cariditas“ vom Jobcenter Zollernalbkreis und der Aktion Martinusmantel. Fragen und Anmeldungen potenzieller Ehrenamtlicher nimmt Michaela Schneevoigt unter der Telefonnummer 07431/95 73 210 entgegen.
www.caritas-schwarzwald-alb-donau.de/cariditas