An diesem Sonntag gibt es keinen Talk am Sonntagabend in der ARD. Warum pausiert „Caren Miosga“ – und wann wird die nächste Sendung ausgestrahlt?
Verdiente Erholung für Caren Miosga und ihr Publikum. Nachdem am 2. November mit Gästen wie Cem Özdemir (Grüne) über die Krise der deutschen Industrie sowie Sinn und Unsinn des auf EU-Ebene ab 2035 geplanten Verbrennerverbots diskutiert wurde, gibt es diesen Sonntag, 9. November, keinen Talk um 21.45 Uhr in der ARD. Stattdessen steht das Doku-Drama "Nürnberg-45" über die Nürnberger Prozesse auf dem Programm.
Aber warum pausiert „Caren Miosga“ – und wann wird die nächste Sendung ausgestrahlt?
Miosga pausiert im Herbst mehrmals - welche Gäste als nächstes eingeladen werden, hat die ARD noch nicht bekannt gegeben. Das hängt immer auch von aktuellen Entwicklungen ab und ist im übrigen nichts Ungewöhnliches. Der Vertrag von Caren Miosga umfasst nicht genügend Folgen, um das komplette Kalenderjahr zu füllen. Insgesamt sind für 2025 lediglich 30 Folgen eingeplant.
Zuletzt hatte Miosga Ende Oktober eine kurze Pause eingelegt, außerdem war das zum Beispiel auch schon über Ostern der Fall. Ihre Millionengage auf Kosten der Beitragszahler erhält sie trotzdem durchgehend auf Jahresbasis. Genug, um damit ganze Produktionsfirmen zu finanzieren, statt die Rahmenarbeiten für die Sendung einfach direkt im Sender zu erledigen.
Caren Miosga wieder ab 16. November
An den Miosga-freien Sonntagn laufen im Ersten zumeist Krimis oder Dokumentationen. Das Thema der nächsten Sendung von Miosga am Sonntag, 16. November, muss indes noch festgelegt werden. Die Redaktion von Caren Miosga pflegt im Gegensatz zu Markus Lanz, ihre Sendetermine gründlich vorzubereiten und auch rechtzeitig bekannt zu geben - nicht erst am Sendetag selbst. TV-Kritiker behaupten auch, dass die Miosga-Show mehr Substanz habe als der dreimal die Woche über Gott und die Welt plaudernde Lanz.
Gemein ist beiden Formaten jedoch, dass die Auswahl der Gäste nicht immer transparent erfolgt und nicht alle politischen Meinungen und Richtungen gleichmäßig repräsentiert, obwohl sich die Slawistin Caren Miosga redlich Mühe gibt und von Verteidigungsminister Pistorius sogar einmal als eine Art vermeintliche "Putin-Versteherin" abgekanzelt wurde. Nach wie vor scheint das deutsche TV-Publikum stark auf Formate wie Miosga und Lanz zu setzen, während die Debatten im Bundestag mitunter fast schon irrelevant wirken. "Krieg ist Trumpf" und "Wer nicht in Talkshows ist, existiert nicht", lautet offenbar die politische Devise in der Republik.
Caren Miosga privat
- Geboren: 11. April 1969 in Peine, Niedersachsen
- Sternzeichen: Widder
- Größe: 1,71 Meter
- Augenfarbe: Braun
- Haarfarbe: Blond
- Staatsbürgerschaft: Deutsch
- Familienstand: Verheiratet
- Ehemann: Tobias Grob, Pathologe
- Kinder: Zwei Töchter
- Geschwister: Zwei Schwestern
Caren Miosga und ihre Karriere
- Studium: Slawistik und Politik an der Universität Hamburg und Lomonossow-Universität in Moskau
- Berufsstart: Reiseleiterin in Sankt Petersburg und Moskau
- Begann beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) als Volontärin
- Leitete das NDR-Kulturjournal
- Moderierte das Medienmagazin „Zapp“ ab 2003
- Ab 2006 Moderation des Kulturmagazins „ttt – titel, thesen, temperamente“
- Nachfolge von Anne Will bei den „Tagesthemen“ ab 2007
„Caren Miosga“ ist an 30 Sonntagen im Jahr in der Regel um 21.45 Uhr im Ersten und anschließend in der ARD Mediathek zu sehen. Die Sendung ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD, produziert von der MIO media im Auftrag des NDR: Verfügbare Folgen von „Caren Miosga“ in der ARD-Mediathek.