Ein Cannabisclub in Horgen? Der Gemeinderat lehnt das ab. Unser Leser Joachim Balke kritisiert nun das Landratsamt.
Wie frech und selbstgefällig muss man sein, nach einer klaren Absage des von der Bevölkerung gewählten Gremiums gegen eine Cannabisverbreitung auf Gemeindegrund, nochmals dafür anzutreten.
Leider haben wir aus der Lauterbachzeit dieses ausschließlich ideologisch motivierte, unsinnige und auch für die Gesellschaft gefährliche Gesetz zur Liberalisierung der Cannabisverbreitung. Dazu muss daran erinnert werden, dass Cannabis immer noch die Einstiegsdroge für harten Drogen, wie Heroin ist. Die immer einflussreicher werdenden Interessengruppen zur Verbreitung dieser Droge treten leider immer wieder mit der falschen Behauptung über die Harmlosigkeit dieser Droge auf.
Fakt ist aber leider, dass diese Pflanze im Vergleich zum immer wieder angeführten Alkohol, den ich wirklich nicht verharmlosen will, ein vielfach höheres Suchtpotential hat. Es hat schon seinen guten Grund, dass alle relevanten medizinischen Fachgesellschaften dieses neue Gesetz strikt abgelehnt haben. Sollte es eine Bezugsquelle in Horgen geben, dann wird auch der Konsum in der Gegend messbar steigen. Als verantwortungsvoller Mediziner (Internist und Gastroenterologe) bin ich entsetzt über diese Entwicklung.
Wenn jetzt das Landratsamt aus formalen Gründen dennoch die Genehmigung erteilt, dann kann ich dies nur als gewissenlos bezeichnen.
Joachim Balke, Zimmern o. RSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.