Hier beim Albertus-Magnus-Gymnasium soll der Ersatzbau entstehen. Foto: Nädele

Der Gemeinderat Rottweil stellt die Entwurfsplanung für die neue Campus-Sporthalle vor – mit Details zu Kosten, Bauzeit und der Beteiligung der Vereine.

In der Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 25. Juni, steht ein zentrales Zukunftsprojekt der Stadt auf dem Programm: die Planung für den Neubau der Campus-Sporthalle mit Turneranbau.

 

Vorgestellt wird die Entwurfsplanung inklusive Kostenberechnung und Grobterminplan. Damit wird der nächste entscheidende Schritt in Richtung Umsetzung gemacht. Die Verwaltung schlägt vor, die Planungen gemeinsam mit den beauftragten Büros weiter voranzutreiben.

Turnvereine übernehmen Kosten für Geräte

Gleichzeitig soll der bisherige Sperrvermerk im Haushaltsplan für den Turneranbau aufgehoben werden – da die örtlichen Turnvereine (TG Rottweil-Altstadt, TV Rottweil und TSV Göllsdorf) zugesagt haben, die Ausstattung mit Turn- und Wettkampfgeräten in Eigenleistung im Wert von etwa 200 000 bis 250 000 Euro zu übernehmen. Diese Beteiligung erfolgt durch die Einbringung vorhandener Ausrüstung sowie die Anschaffung neuen Equipments.

Im Frühjahr 2026 soll die Halle fertig werden

Ziel ist es, mit dem Bau der Halle im Frühjahr 2026 zu beginnen. Konkrete Termine stehen allerdings noch nicht fest. Die aktuelle Planung berücksichtigt bereits notwendige Vorarbeiten: So müssen Fernwärmeleitungen und ein Kanalstück verlegt werden – vorgesehen ist die Umsetzung dieser Maßnahmen während der Pfingst- und Sommerferien. Damit wird der Start der Bauarbeiten im kommenden Frühjahr vorbereitet. Der Grundstücksplanungsprozess ist bereits weit fortgeschritten.

Die Entwurfsplanung selbst wurde gegenüber der früheren Phase weiterentwickelt: Die Hallenbreite beträgt nun 22 Meter, die lichte Höhe sieben Meter. Die Lüftung wurde an eine reduzierte Zuschauerzahl angepasst, ebenso wurden die Anzahl der Basketballkörbe reduziert. Auch die Gebäudegröße wurde um etwa 20 Prozent verkleinert – von 21 010 auf 16 846 Kubikmeter.

Einsparungen von bis zu elf Prozent

Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Halle wird tagsüber von den Schulen genutzt, ab 17.30 Uhr von den Vereinen. Mit einem Vereinsnutzungsanteil von rund 60 Prozent ist eine steuerliche Absetzbarkeit der Investitions- und Betriebskosten möglich, sofern ein Nutzungsentgelt erhoben wird. Dies würde zu einer Einsparung von bis zu 11,4 Prozent führen.

Förderantrag steht noch aus

Die aktuelle Kostenberechnung beläuft sich – nach Abzug des möglichen Vorsteuerabzugs – auf rund 11,88 Millionen Euro. Im Haushalt 2025 sind 10,6 Millionen Euro eingeplant, der Rest von etwa 1,28 Millionen Euro soll im Haushalt 2026 nachfinanziert werden. Förderzusagen in Höhe von 690 000 Euro aus dem Programm für kommunalen Sportstättenbau liegen bereits vor. Ein weiterer Förderantrag auf 200 000 Euro aus dem Programm „Innovation im Holzbau“ ist gestellt, eine Bewilligung steht noch aus.