Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Camp-Kolumne Viel Harmonie, tiefe Krisen und Bücher

Von
Noch drin im Dschungelcamp: Evelyn und Yotta. Foto: TVNOW / Stefan Menne

Die Gruppe der RTL-Dschungelcamper schrumpft und schrumpft. Leila Lowfire – oder, wie die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich sie scherzhaft nennen, Leila Nofire – ist raus. Ebenso wie Doreen Dietel. Eigentlich ja eine schöne Sache, immerhin können sie es sich nun noch einige Tage im Hotel Versace gut gehen lassen. Schade ist nur, dass sie dort wieder auf Heulsuse Gisele treffen.

Aber sie sind ja nicht die einzigen, die diese Bürde zu tragen haben. Man denke nur an den niedlichen Koala, den Gisele nach ihrem Auszug, irgendwo in einem Tierpark, auf den Arm gesetzt bekommt. "Das ist nicht euer verdammter Ernst, oder?", scheint das Tier zu denken, gefolgt von "Nein, nein, neeeeeein" und "Wenn sie jetzt anfängt zu heulen ..." Hätte der Koala gekonnt, er hätte ganz sicher "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" gebrüllt. Aus Leibeskräften. Aber so blieb ihm nichts anderes übrig, als sich seinem Schicksal zu fügen und verschwörerisch in die Kamera zu zwinkern (kein Witz! Er hat gezwinkert!).

Folge zwölf war allgemein nur schwer zu ertragen, wenn man einen Rest Empathie in sich trägt. Erst das schreckliche Schicksal des Koalas. Und dann Peter Orloff (74 Jahre alt) in einer Dschungelprüfung, die vor allem eins erfordert: Schnelligkeit. Herrje, das ist aber auch gemein! Falls Sie an dieser Stelle darauf warten, dass ich mich über ihn lustig mache, muss ich Sie leider enttäuschen: Ich habe mich wirklich angestrengt, aber es geht nicht. Ja, er holte am Ende nur drei Sterne. Und das, obwohl sogar Sonja ihm mit vollem Körpereinsatz zu helfen versuchte. (Sie sollte über ein zweites Standbein als Verkehrspolizistin nachdenken)

Aber er war so tapfer, trotz blutender Hand. Peter schaffte sogar einen einsamen Rekord: Noch nie zuvor ist in einer Dschungelprüfung öfter das Wort "Okay" als das Wort "Scheiße" gefallen. Tja, da bleibt nur noch eines zu sagen: Peter for President! Oder, wie ein Twitter-User sich fragte: "Warum lässt niemand Peter Orloff den Nahost-Konflikt lösen?"

Während also Peter weiter vor sich hin harmoniert, steckt Evelyn in einer tiefen Krise. Noch eben dachte sie, Bastian Yotta wäre ihr bester Freund, da gibt es auch schon Streit. Bei der Schatzsuche möchte er sich mit Chris aussprechen, fühlt sich aber durch Evelyns ständiges Geplapper gestört. "Halt die Klappe", herrscht er sie an und schiebt sie zur Seite. "Da ist die Wärme und die Happiness aus meinem Herzen verloren gegangen", resümiert sie.

Da verstehe noch einer die jungen Frauen heutzutage. Erst vor wenigen Wochen schwadronierte eine Bachelor-Kandidatin noch, wie ihr Traummann zu sein habe: "Er sollte zupacken und mich zum Schweigen bringen können!" Das nimmt Mann sich zu Herzen und was hat man davon? Eine traumatisierte Evelyn. Ohne Wärme und Happiness.

Noch ist aber nicht alles verloren, denn nach dem Dschungelcamp will Evelyn sich bilden, indem sie Bücher liest. Das von Jenny Elvers. "Da wirst du auch nicht schlauer von", meint Felix. "Doch, da sind so schlaue Worte drin", verteidigt sich Evelyn mit zartem Stimmchen. Aber welche genau meint sie? Saufen? Berühmt? Oder gar das Wörtchen "und"? So was soll ja ungemein bilden.

Aber es ist ja sehr löblich, wenn Evelyn an ihrem Intellekt arbeiten möchte. Immerhin muss man ja einiges tun, um berühmt zu werden, wie Chris erkennt. "In Deutschland ist es sehr schwer, ins Fernsehen zu kommen." Klar, in den USA muss man nur dicke Hintern haben, um ein Vermögen zu machen. In Deutschland muss man schon mehr drauf haben. Zum Beispiel ... ähm ... die Halbschwester einer Frau zu sein, bei der keiner so genau weiß, warum sie eigentlich berühmt ist, man sie aber ständig im Fernsehen sieht. So wie die Dschungelkönigin 2018 Jenny Frankhauser zum Beispiel. Die könnte sich Evelyn doch zum Vorbild nehmen! Dann bleibt ihr vielleicht auch die stille Treppe erspart, die Chris ihr bei weiteren Regelverstößen androht.

Wobei eine stille Treppe mitten im australischen Dschungel doch auch mal etwas Neues wäre. Nur nicht für Peter. Der löst Probleme lieber mit viiiiel Harmonie.

Artikel bewerten
2
loading
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.