Das Sommerkino ist im Kloster Hirsau zurück. Foto: Tetzner

Das Calwer Sommerkino ist zurück im Kloster, seinem angestammten Platz. Dort soll es dieses Jahr wieder bergauf gehen, nachdem die Veranstaltungsreihe 2021 nicht so gut gelaufen war.

Calw-Hirsau - Frank Neubert freut sich auf das Calwer Sommerkino 2022 (13. August bis 3. September). Vor allem deshalb, weil die Filmreihe an ihren angestammten Platz im Kloster Hirsau zurückkehrt. "Das ist nun mal ein schöneres Ambiente als der Kurpark", sagt der Vorsitzende des Kommunalen Kinos (KKP) Pforzheim.

Neubert erinnert sich nur ungern an das Vorjahr. Das lag weniger am Kurpark als viel mehr daran, dass sieben von 16 Vorstellungen wegen des schlechten Vorverkaufs ausfallen mussten. "›Der weiße Hai‹ fällt ins Wasser‹ titelte damals unsere Zeitung. Das schlechte Wetter und wohl auch die damals geltenden Corona-Regeln dürften viele vom Besuch abgehalten haben.

"Die fünf Vorstellungen des Mania-Picture-Films ›Warlord‹ waren unsere Rettung", sagte Neubert bei der Vorstellung des Programms für dieses Jahr. Das seien mehr als 50 Prozent der Zuschauer gewesen.

Abschluss des Kultursommers

Und mit den Calwer Filmemachern wird nun auch das Sommerkino 2022 eröffnet. Der neue Streifen hat zum Start der Reihe am Samstag, 13. August, ab 21 Uhr Premiere. Das Filmteam wird dabei sein. Am Tag darauf wird "Lockdown", so der Filmtitel, gleich nochmals gezeigt.

Diese Vorstellung wird wiederum verbunden sein mit dem Abschluss des Kultursommers Nordschwarzwald. Musikalisch umrahmt von Bariton Bastian Levacher und dem Vokalensemble "Verum Adium" unter Leitung von Benjamin Hartmann, Künstlerischer Leiter des Maulbronner Kammerchors, erwartet die Besucher "ein besonderer kreisübergreifender musikalischer Austausch", wie es in der Ankündigung heißt.

Zurück zu den Filmen. Das Programm kann sich sehen lassen. Am Ende hat das KKP, in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Calw als Veranstalter des Sommerkinos, ein weiteres Schmankerl gesetzt. Der aktuelle James Bond "Keine Zeit zu sterben" wird zum Abschluss am 3. September zu sehen sein. Neubert: "Der wirkt richtig gut auf der Leinwand."

Neuer James Bond

Doch nicht nur der neue James Bond gehört zu den Filmen im Programm, "über die", so der KKP-Vorsitzende, "gesprochen und berichtet wird". Als da sind: "Elvis", eine von der Kritik gefeierte Filmbiografie über den King of Rock‘n‘Roll, "Downton Abbey II", die zweite Kinofortsetzung der beliebten Fernsehserie oder "Guglhupfgeschwader" aus der Reihe der Verfilmungen der Krimireihe von Rita Falk, die ebenfalls im TV und teilweise im Kino zu sehen sind. Regie führt der aus Calw stammende Ed Herzog.

Karten gibt es an der Abendkasse (elf Euro) oder im Vorverkauf bei der Touristinfo Calw und online (9,90 Euro). Einlass ist eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Nur bei Unwetter wird nicht gespielt, beim Wettertelefon unter 0176/52 54 70 99 kann man sich darüber erkundigen. Sitzkissen, Decken und Regenschutz können mitgebracht werden.

Info: Das Programm

Samstag, 13. August, 21 Uhr: Mordkommission Calw: Lockdown; mit Team. Mordkommission Calw trifft auf die Village People. Regie Axel Bross, Armin Schnürle. Mit Stefan Lörcher, Frieder Pfeiffer, Annika Strauss, Markus Kiefer, Hartmut Volle

Sonntag, 14. August, 21 Uhr: Mordkommission Calw: Lockdown. Ab 20.15 Uhr musikalisches Vorprogramm mit Bastian Levacher (Bariton) und dem Vokalensemble "Verum Audium"

Donnerstag, 18. August, 20.45 Uhr: Contra. "My Fair Lady" im Deutschland des 21. Jahrhunderts, bestückt mit Einblicken in die deutsche Universitätsszene und leiser Sozialkritik. Deutschland 2021. Regie Sönke Wortmann. Mit Nilam Farooq, Christoph Maria Herbst, Hassan Akkouch. Ab zwölf Jahren. 104 Minuten

Freitag, 19. August, 20.45 Uhr: Wunderschön. Der Selbstoptimierungswahn von Frauen wird aufs Korn genommen, ohne dabei den Spaß oder den Ernst des Lebens zu vergessen. Deutschland 2022. Regie Karoline Herfurth. Mit Nora Tschirner, Marina Gedeck, Emilia Schüle. Ab sechs Jahren. 132 Minuten

Samstag, 20. August, 20.45 Uhr: Monsieur Claude und sein großes Fest. Monsieur Claude, der Meister formvollendeter Zerknirschung, ist zurück. Ein Fest der Situationskomik. Frankreich 2022. Regie Philippe de Chauveron. Mit Christian Clavier, Chantal Lauby, Ary Abittan. Keine Altersbeschränkung, 98 Minuten

Sonntag, 21. August, 20.45 Uhr: Downton Abbey II: Eine neue Ära. Großbritannien 2022. Regie Simon Curtis. Mit Hugh Bonneville, Jim Carter, Michelle Dockery. Keine Altersbeschränkung. 125 Minuten

Donnerstag, 25. August, 20.30 Uhr: Unsere Herzen – ein Klang. Regisseurin Simone Dobmeier wird anwesend sein. Eine Symbiose aus Musik- und Dokumentarfilm, die einen lebensnahen Eindruck vom Gemeinschaftsgefühl des Singens schafft. Deutschland 2022, Co-Regie Thorsten Striegnitz, 108 Minuten

Freitag, 26. August, 20.30 Uhr: Elvis. USA 2022. Regie Baz Luhrmann. Mit Austin Robert Butler, Rufus Sewell, Maggie Gyllenhaal, Tom Hanks. Ab sechs Jahren. 159 Minuten

Samstag, 27. August, 20.30 Uhr: Guglhupfgeschwader. Deutschland 2022. Regie Ed Herzog. Mit Sebastian Bezzel, Simon Schwarz, Lisa Maria Potthoff. Ab zwölf Jahren. 100 Minuten

Sonntag, 28. August, 20.30 Uhr: Liebesdings. Hauptdarsteller Elyas M‘Barek zeigt eine neue Perspektive auf das Schauspielerdasein. Deutschland 2022. Regie Anika Decker. In weiteren Hauptrollen Lucie Heinze, Peri Baumeister. Ab sechs Jahren, 99 Minuten

Donnerstag, 1. September, 20.15: Uhr E.O.F.T. European Outdoor Film Tour. Action- und Abenteuerfilme mit ungewöhnlichen, kreativen und charismatischen Outdoorsportlern. EU 2022. Keine Altersbeschränkung. 120 Minuten

Freitag, 2. September, 20.15 Uhr: Stasikomödie. Regisseur Leander Haußmann beendet seine DDR-Trilogie mit Blick auf Hausbesetzungen, Hippies und die Stasi. Mit David Kross, Jörg Schüttauf, Antonia Bill. Ab zwölf Jahren, 116 Minuten

Samstag, 3. September, 20.15: Uhr James Bond 007 – Keine Zeit zu sterben. Großbritannien 2021. Regie Cary Fukunaga. Mit Daniel Craig, Ralph Fiennes, Rami Malek. Ab zwölf Jahren, 164 Minuten