Mit der Feuerwehrdrehleiter wurde der immer noch qualmende Kamin inspiziert, nachdem das Feuer jedoch bereits erloschen war. Foto: Weißenmayer

Blaulicht überraschte die Bewohner in der Friedrich-von-Gärtner- Straße auf dem Wimberg am späten Mittwochabend. Grund dafür waren fünf Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, die zu einem Brand in einem Reihenhaus alarmiert worden war.

Calw-Wimberg - Ein Nachbar hatte einen Kaminbrand bei der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle gemeldet. Die Einsatzkräfte von der Abteilung Altburg waren zunächst nur mit Messgeräten zur Überprüfung der Raumluft in das Gebäude vorgegangen, um sicherzustellen, dass keine Gefährdung der Bewohner durch Gase vorliegt.

Doch Abteilungskommandant Michael Goller gab bald Entwarnung, während im Außenbereich die Drehleiter schon über den immer noch rauchenden Kamin schwenkte, um dort den bereits erloschenen Kamin zu überprüfen. "Im Keller des Gebäudes haben wir den Kamin gespiegelt", erklärte Kommandant Dirk Patzelt. Er erläuterte, wie mit dieser Methode die letzten Glutnester entdeckt werden können, um diese dann mit den Kaminfegerwerkzeugen der Feuerwehr zu beseitigen.

Kein Löscheinsatz

Dazu war in der Zwischenzeit auch der hinzugerufene Kaminfeger angerückt, damit dieser eine erneute Gefährdung ausschließen konnte. Die Bewohner und die Nachbarn kamen mit dem Schrecken davon. Denn erst als einer der Nachbarn geklingelt hatte, so berichtete einer der Bewohner, war der lange unbemerkte Kaminbrand im eigenen Haus entdeckt worden. Die Bewohner hätten dann aber auch schon das Blaulicht der eintreffenden Fahrzeuge sehen können.

Insgesamt hatten sich die Feuerwehr Calw mit den Abteilungen Calw und Altburg mit 27 Einsatzkräften vor Ort versammelt.

Allerdings war ein Löscheinsatz trotz des Großaufgebots zur Sicherung der Einsatzstelle nicht weiter erforderlich und so konnten die Einsatzkräfte nach rund einer Stunde wieder abrücken.

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