Zum ersten Mal ist der TSV Calw mit vier Mannschaften in der 1. und 2. Bundesliga präsent. Sie alle gehen mit ganz unterschiedlichen Ambitionen in die neue Saison, die an diesem Wochenende startet. Die einen haben Titelträume, bei den anderen herrscht wohl von Anfang an Abstiegskampf.
Vier Bundesliga-Mannschaften, ganz unterschiedliche Träume: Die Frauen und Männer des TSV Calw II stehen vor schweren Aufgaben in der 2. Bundesliga, die beiden ersten Mannschaften wollen in Deutschlands Oberhaus ganz vorn mitspielen.
Abstieg soll kein Thema sein
Wie die Frauen des TSV Calw, die inzwischen zwei Meistertitel und zahlreiche Medaillen gesammelt haben, gehören auch die Männer des TSV Calw seit vielen Jahren zur Spitzenliga. Auch in dieser Feldsaison sollte der Abstieg kein Thema sein. „Unser Saisonziel ist im ersten Schritt ein Platz unter den ersten vier zu erreichen und somit um die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft mitzuspielen“, sagt Trainer Thomas Stoll. Besonderheit in diesem Jahr: Nach einer einfachen Vorrunde spielen die Top 4 untereinander drei Teams aus. Der Erste ist dann direkt bei der DM-Endrunde in Dresden. Der Zweite und Dritte der Südstaffel trifft im Playoff auf den Dritten und Zweiten des Nordens. Nur vier Mannschaften aus ganz Deutschland qualifizieren sich also für das Finale im Elbflorenz. Thomas Stoll: „Dieses Ziel zu erreichen, ist angesichts der Ausgeglichenheit der Liga schwer. Mit dem TV Waldrennach und TV Stammheim sind zwei ambitionierte Teams aufgestiegen. Gegen die musst du erst mal gewinnen. Spiele gegen Vaihingen, Schweinfurt-Oberndorf und Käfertal sind 50:50-Spiele. Da entscheiden Kleinigkeiten.“ Top-Favorit auf den Meistertitel ist einmal mehr der TSV Pfungstadt. An Stolls Mannschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr nichts verändert und die Vorbereitung verlief gut. Vieles hängt von einem guten Start ab – an diesem Samstag in Käfertal und Sonntag gegen den TV Waldrennach.
Saisonstart in Nürnberg
Timo Gruner betreut die Männer des TSV Calw II, der im Vorjahr den Aufstieg von der Schwabenliga in die 2. Bundesliga Süd schaffte. „Unser Ziel als Aufsteiger ist klar der Klassenerhalt“, sagt Gruner. Am Samstag geht’s in Nürnberg los. Gastgeber TV Eibach hat bereits einen ersten Sieg eingefahren. Der zweite Gegner an diesem Tag ist der ambitionierte TV Augsburg. Am Sonntag geht’s zu Hause gegen TV Trichtingen und MTV Rosenheim. Die Calwer Zweite besteht aus den erfahrenen Schlagmännern Moritz Pfrommer und Bastian Dangel. Für das 16-jährige Angreifer-Talent Max Roller ist die 2. Bundesliga ein vorläufiges Karriere-Highlight, bei dem er viel lernen kann. Jan Schnürle, Marco Stoll, Marcel Gruner, Alexander Kraft und Marco Langgärtner sind für Abwehrarbeit und sauberes Zuspiel zuständig. In der Vorbereitung gab es – ohne Basti Dangel – immerhin Platz vier in Unterhaugstett. Timo Gruner: „Jetzt gilt es, gut in die Saison zu starten.“
Konkurrenz noch stärker
Die Calwer Frauen sind bereits am vergangenen Wochenende mit zwei Siegen in die Saison gestartet. Ziel ist einmal mehr die Endrunden-Teilnahme. Anders der TSV Calw II: Nach mehreren Jahren in der 2. Bundesliga geht es nun klar gegen den Abstieg – nicht nur, weil Hauptangreiferin Adina Stoll mit Fußverletzung ausfällt. Am Schlag übernimmt Helena Bär damit noch mehr Verantwortung. Da im Vorjahr vier Staffeln in Deutschland zu nur noch zwei zusammengezogen wurden, qualifizierten sich jeweils nur die Top-Teams und die untere Tabellenhälfte stieg ab. Die Konkurrenz wird also noch stärker – darunter sind mit SV Tannheim, TSV Staffelstein, TV Unterhaugstett, TV Öschelbronn und TSV Ötisheim gleich fünf mit Erfahrung in der Bundesliga. Zwei davon, Gastgeber TSV Staffelstein und SV Tannheim, sind die Auftaktgegner am Sonntag für das von Thomas Kübler betreute Team.