Antonia Spohr verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Calw. Mittlerweile ist sie freiberuflich tätig und veröffentlichte jüngst ihren Kinderroman. Foto: Antonia Spohr

Die Autorin Antonia Spohr ist in Calw aufgewachsen. In ihrem aktuellen Kinderroman „Ein Werwolf mit Lampenfieber“ geht es um Sprechangst, Mut, Fantasie und Rhetorik.

Ein Referat vor der Klasse zu halten, ist für viele Kinder eine unangenehme Pflicht, für manche sogar ein echter Alptraum.

 

In dem Kinderroman von Antonia Spohr wird daraus etwas ganz anderes: Fell, Zähne und eine unkontrollierbare Verwandlung. „Ein Werwolf mit Lampenfieber“ heißt das Buch, das jüngst erschienen ist.

Das ist Antonia Spohr

Spohr wurde 1981 in Hanau geboren und hat von ihrem vierten bis zu ihrem 18. Lebensjahr in Calw, genauer in Heumaden, gelebt. Ihr Abitur machte sie am Maria-von-Linden-Gymnasium, bevor sie zum Studieren nach Tübingen zog.

Heute lebt sie in Nürnberg. Ihre Eltern wohnen noch heute in Calw. Nach ihrem Magisterstudium der Allgemeinen Rhetorik, Philosophie und Kunstgeschichte ist Antonia Spohr seit 2007 als Redenschreiberin, Rhetoriktrainerin und Autorin freiberuflich tätig.

Inspiration für das Buch

Die Autorin kennt Sprechangst aus zwei Perspektiven – sie unterrichtet seit 2009 an Hochschulen und Universitäten. „Immer wieder berichten mir Studierende von schlechten Erfahrungen mit Schulreferaten“, beginnt sie zu erklären, woher sie die Inspiration für den Roman nahm.

Laut Spohr prägen Erlebnisse wie diese den „Umgang mit öffentlichem Sprechen bis ins Erwachsenenalter“. Das ist auch der Grund, weshalb Spohr bereits bei Kindern ansetzen möchte.

Ihr Ziel ist es, „öffentliches Sprechen von Beginn an mit positiven Erfahrungen und Selbstvertrauen zu verbinden“.

Die 44-Jährige ist selbst dreifache Mutter – und auch der Roman hängt eng mit ihren Kindern zusammen. Die Idee entstand, als eine Freundin ihrer Tochter „es emotional nicht schaffte, ein Referat zu halten“.

Gleichzeitig habe sich ihr Sohn eine Geschichte mit einem Werwolf als Hauptfigur gewünscht. „So kamen Thema und Figur zusammen.“

Darum geht es Die Geschichte dreht sich um Julian. Der Junge soll vor seiner Klasse ein Referat halten, „dabei bringt ihn schon der Gedanke ans freie Sprechen ins Schwitzen“, ist auf der Internetseite der Autorin nachzulesen.

Das Problem hinter seiner Nervosität: Wenn Julian in emotionale Extremsituationen gerät, verwandelt er sich in einen Werwolf.

„Am Ende wird ausgerechnet das gefürchtete Referat zu dem Moment, in dem Julian über sich hinauswächst: mit Fell, Zähnen und überraschend viel Selbstvertrauen.“

Grundkompetenzen lernen

Der Kinderroman ist für Schüler der Klassen fünf bis sieben geeignet, heißt es auf ihrer Internetseite. Das Buch komme nicht ohne Nebeneffekt.

Der Roman soll den Lesern rhetorische Grundkompetenzen wie Selbstpräsentation, Körperhaltung, Stimme oder Struktur vermitteln.

Bei „Ein Werwolf mit Lampenfieber“ wird es nicht bleiben. Bereits am 16. März erscheint ein weiteres Buch der Autorin. Dieses gehört allerdings nicht dem Kinderbuchgenre an. Darüber hinaus arbeite sie schwerpunktmäßig an ihren Keynotes, die Storytelling, Rhetorik und Literatur verbinden.