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Calw Wird Skatepark in Kernstadt verlegt?

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Foto: Rousek

Calw-Wimberg - Schon etliche Projekte wurden durch die Jugendbeteiligung an den Calwer Schulen realisiert. Das nächste steht schon in den Startlöchern: die Verlagerung und Erneuerung der Skateranlage vom Wimberg in die Kernstadt. Darüber berät der Bau- und Umweltausschuss in seiner kommenden Sitzung.

Später Nachmittag auf der Skateranlage auf dem Festplatz auf dem Wimberg. Mehrere Jungs im Teenageralter fahren mit ihren Rollern auf der Halfpipe umher. Noch sind sie eher gemächlich unterwegs, schaffen es noch nicht ganz nach oben. Die Jungen üben aber auch noch nicht lange. "Aber ab jetzt wollen wir jeden Tag kommen", sind sie sich einig.

Den Nachwuchs-Skatern gefällt die Anlage auf dem Wimberg. Auch wenn die Geräte schon um die 20 Jahre auf dem Buckel haben und entsprechend nicht mehr ganz taufrisch aussehen. "Man kann trotzdem noch gut darauf fahren", findet einer der Jungen.

Diese Ansicht teilen bei Weitem nicht alle Jugendlichen, die öfters auf der Skateranlage unterwegs sind. Das ergaben die Workshops der Jugendbeteiligung in den vergangenen Jahren. Der Tenor: Die Skateranlage sollte erneuert und vielleicht sogar ein neuer Standort gesucht werden.

Drei Elemente könnten wiederverwendet werden

Das Stadtjugendreferat und die Verwaltung haben sich mit diesem Vorschlag beschäftigt. Es gab mehrere Treffen mit einer Gruppe von Skatern – am alten sowie am potenziell neuen Standort, ist in der Sitzungsvorlage für den Bau- und Umweltausschuss zu lesen, der am Donnerstag, 19. September, tagt. Verlegt werden könnte die Skateranlage in die Kernstadt, genauer: in die Bahnhofstraße auf einen Parkplatz entlang der Bundesstraße 463. Wenn der Gemeinderat zustimmt, dass die Verwaltung die Planungen weiter vorantreibt und die voraussichtlichen Kosten des Projekts in Höhe von etwa 100 000 Euro in den Haushaltsplanentwurf 2020 einstellt.

Bei der Planung für den neuen Park hat die Skater-Gruppe mitgeholfen. "Es wurden dabei wichtige Impulse und Hinweise aus Sicht von regelmäßigen Nutzern von Skateranlagen eingebracht", ist in der Sitzungsvorlage zu lesen. Sogar die Vorentwürfe, die der Vorlage anhängen, stammen von den Jugendlichen.

"Die Gruppe hat sich inzwischen zum Ziel gesetzt, einen Verein für das Skateboarden in Calw zu gründen", heißt es weiter. "Die Verwaltung begrüßt diese Initiative und möchte nun in die weitere Planung des Vorhabens ein­steigen."

Nach jetzigem Stand werde man von der Anlage auf dem Wimberg lediglich drei Elemente am neuen Standort weiterverwenden können. Daher sei vorgesehen, mehrere neue Geräte anzuschaffen. Dafür werde laut Sitzungsunterlagen mit rund 40 000 Euro geplant.

Auf einer Fläche von 40 mal zwölf Metern würde so ein Skaterpark mit acht verschiedenen Geräten entstehen, dafür 25 Parkplätze wegfallen. "Die Zusammenstellung und Anordnung der Elemente beruht auf den Anforderungen der Skater-Gruppe an eine moderne, auch für Anfänger, befahrbare Anlage", steht in der Vorlage.

Zusätzliche Kosten würden für vorherige Belagsarbeiten und die abschnittsweise Veränderung der Verkehrsführung auf dem Parkplatz anfallen, und zwar in Höhe von voraussichtlich rund 60 000 Euro. Zudem rechne die Verwaltung mit Kosten von etwa 4000 Euro für die Umzäunung des Geländes. Insgesamt gehen die Beteiligten also von rund 100 000 Euro aus, die ein neuer Skatepark in der Kernstadt kosten würde. Allerdings muss die Stadt diesen Betrag unter Umständen nicht alleine stemmen. Laut Vorlage komme ein Antrag für Sportstättenförderung in Frage. "Die Zuwendung kann bis zu 30 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten betragen", heißt es. Die Stadt hätte dann im positiven Fall noch etwa 70 000 Euro an Kosten zu tragen.

Mit einer Förderzusage sei allerdings "frühestens im Frühjahr 2020 zu rechnen". Erst danach sei ein Baubeginn möglich, also im besten Fall im Sommer 2020.

"Zum Glück", atmen die Jungs auf, die auf der Anlage auf dem Festgelände unterwegs sind. Für sie wäre eine Verlegung in die Kernstadt schlecht – schließlich wohnen sie auf dem Wimberg. Nur eine Sache stört die Teenies: Immer wieder müssen sie leere Alkoholflaschen wegräumen, bevor sie auf den Geräten fahren können. Das, sagen die Jungen, finden sie nicht gut. Dann drehen sie sich um und fahren weiter auf ihren Rollern die Halfpipe hinauf und hinunter.

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