Die Grün- und Rotröcke stoßen die Schwarzen und Gelben zu Boden. Foto: Tröger

CDU-Mann Hans-Joachim Fuchtel macht auf besondere Art und Weise auf seine Kandidatur aufmerksam.

Calw - Tatort Ledereck: Ein kleiner Demonstrationszug in Schwarz und ein bisschen Gelb zieht durch die untere Lederstraße Richtung Kaufland. Plötzlich taucht ein von zwei stolzen Rössern gezogener Planwagen mit einer Meute in Grün und Rot hinter den Demonstranten auf und da passiert es: Die Grün- und Rotröcke springen lärmend vom Wagen, stoßen die Schwarzen und Gelben zu Boden und reißen ihnen die riesigen Euros vom Rücken. Der – vermeintliche – Sieg wird mit Champagnerdusche, dicker Zigarre und üppigem Festschmaus mitten auf dem Pflaster grölend gefeiert.

Mit Wahlwerbung der anderen Art hat der Parlamentarische Staatssekretär und CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Calw-Freudenstadt, Hans-Joachim Fuchtel, auf seine Kandidatur bei der Wahl am 22. September auf sich aufmerksam gemacht.

Ein Wahl*Schau*Spiel weckte das Interesse der Passanten, wobei jedes Wort hier für sich zu lesen ist: "Wahl" steht für den Anlass der Bundestagswahl, bei der es für Fuchtel darum geht, dass die Politik der CDU-geführten Bundesregierung fortgesetzt wird. "Schau" ist die Werbung für die Parteipolitik und den speziellen Einsatz des Kandidaten für seinen Wahlkreis. Und "Spiel" bedeutet für ihn, die Unterschiede schwarz-gelber Politik zu den Wahlprogrammen von Rot-Grün plakativ und kreativ deutlich zu machen.

"Deren Slogan lautet zwar: ›Das Wir gewinnt", Tatsache wird jedoch sein: ›Das Du bezahlt‹, wenn die Bürger durch Steuererhöhungen ihres rechtschaffen erworbenen Vermögens beraubt werden", so Fuchtel.

Zurück zum Spiel am unteren Ledereck: Die überwältigten Schwarz- und Gelb-Röcke mussten den Roten und Grünen zwar ihre Euros überlassen. Nach kurzer Benommenheit rappelten sie sich wieder auf und spurteten los. Bevor die feiernden Rot- und Grünröcke überhaupt mitbekommen, um was es eigentlich geht, überqueren die Schwarz-Gelben als Erste die symbolische Ziellinie, die mit "Wahlsieg 2013" überschrieben ist.

Unterstützt wurde der Altensteiger Hans-Joachim Fuchtel von Wolfgang Pfrommer, dem Chef des Würzbacher Bauerntheaters, der den Kutscher gab, und weiteren Mitgliedern des Volksschauspiel-Ensembles sowie zahlreichen jungen Wahlkampfhelfern.