Grund zum Strahlen hatten die Balinger Turnerinnen bei der Siegerehrung nach dem ersten Wettkampf. Foto: Bareth Foto: Schwarzwälder-Bote

Kunstturnen: Balinger Zweite überrascht mit Rang drei

Ein Traumstart in die neue Saison ist den Turnerinnen der TSG Balingen II gelungen. Als Aufsteiger angetreten, schafften die Mädels von Cheftrainer Rudi Bareth gleich am ersten Wettkampftag in Ingelheim mit 180,55 Punkten Rang drei hinter der TSG Backnang II (185,65) und dem SB Heidenheim II (184,30).

"Ich bin positiv überrascht", sagt Trainer Bareth, "Damit war vor dem Wettkampf nicht zu rechnen. Wir hatten uns auf einen schweren Gang eingestellt. Aber die Mädels haben sich toll geschlagen."

Untermauert wurde dies gleich am Auftaktgerät, dem Schwebebalken, denn Laura Schatz eröffnete als erste Turnerin den Wettkampf mit einem Paukenschlag. Mit 13,1 kassierte sie die drittbeste Tageswertung; Petra Lubitz zog mit 12,9 den vierthöchsten Wert, dem Antonia Maurer in ihrem ersten Ligaauftritt sensationell 12,45 Punkte folgen ließ. Sonja Lubitz schraubte mit 11,85 das Geräteergebnis auf 50,30 hoch – ein Gerätergebnis, das in dieser Höhe eine Seltenheit darstellt und auch von keiner anderen Mannschaft erreicht wurde.

"Dass der Boden kein Traumergebnis bringen würde, war uns klar", sagt Trainer Bareth, angesichts der Tatsache, dass Petra Lubitz immer noch nicht und Antonia Maurer aufgrund einer langwierigen Knöchelblessur nur bedingt einsatzfähig war. Aber mit einem Gesamtergebnis von 47,1 Punkten zogen sich Laura Schatz (11,0), Lea Steimle (11,1) und Natalie Müller (11,1) achtbar aus der Affäre. Das Highlight des Tages lieferte aber Sonja Lubitz, die für ihre tadellose, hochwertige Kür mit 13,9 den Tageshöchstwert erzielte.

Lubitz setzte gleich am Folgegerät, dem Sprung, erneut einen Höchstpunkt. 13,05 für ihren Tsukahara bedeuteten wiederum einen Geräte-Bestwert. Nicht minder spektakulär setzte sich Laura Schatz bei ihrem erstmaligen Versuch, einen Tsukahara in den Stand zu bringen, in Szene. Mit 12,2 wurde sie dafür belohnt. Das Geräteergebnis von 48,25 Punkten vervollständigten Lea Steimle (11,6) und Ronja Schneider (11,4).

Vor dem Schlussgerät, dem Stufenbarren, waren die Nerven der Balingerinnen etwas angespannt, denn in der Vergangenheit war eben dieses immer der Pferdefuß im Balinger Gefüge gewesen. Nicht so in diesem Wettkampf. Mit 34,9 Punkten erzielte die junge Balinger Truppe das drittbeste Geräteergebnis. Mit sechs Tabellenpunkten hat sich die Perspektive für die TSG-Reserve deutlich verbessert. Ein Verbleib in der zweithöchsten Klasse der Liga des Schwäbischen Turnerbundes scheint möglich.