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Calw Tipps für nachhaltigen Einkauf

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Sabine Mohn macht aus ausgedienten Kleidungsstücken bunte Taschen. Foto: Molter Foto: Schwarzwälder Bote

Calw. Im Rahmen der landesweiten Nachhaltigkeitstage öffnete an diesem Samstag auch der Calwer Wochenmarkt unter besonderen Vorzeichen seine Pforten. Zwischen regionalem Gemüse und pfiffigen Recyclingmethoden konnten die Besucher direkt vor Ort erleben, wie Nachhaltigkeit gut im Alltag umzusetzen ist.

Umweltfreundliche Plastiktüten-Alternative

Besonderes Augenmerk wurde beim Markt auf die nachhaltige Gestaltung der Transportwege gelegt. Schon durch den Verkauf von Waren aus der Region wurde Einiges davon realisiert: Obst, Gemüse, Honig – alles stammte aus dem direkten Umfeld von Calw, um die Wege und damit verbunden auch die CO2-Emissionen möglichst gering zu halten.

Doch auch beim Transport vom Marktplatz in die heimischen Orte der Besucher wurde versucht, die Nachhaltigkeit in den Vordergrund zu stellen. Durch den Einsatz von Papiertüten konnte ein Großteil der in puncto Müllerzeugung deutlich unökologischeren, Plastikbeutel ersetzt werden. Selbst für Produkte, die zum Beispiel aufgrund ihrer Feuchtigkeit nur mit den sonst unbeliebten Kunststoffmodellen sicher nach Hause transportiert werden können, hatten die Verkäufer eine umweltfreundlichere Alternative parat: die Verwendung von Tüten aus Biokunststoff auf Basis von Maisstärke und verschiedenen Biopolymeren. Die neuartigen Tüten zerfallen bereits nach etwa 20 Tagen und können im Biomüll entsorgt werden.

Neben den herkömmlichen Waren eines Wochenmarkts gab es an diesem Samstag auch neuartige Produkte zu bestaunen, die sich ebenso dem Motto der Nachhaltigkeit verschrieben hatten. Sabine Mohn etwa bot Einkaufstaschen an, die besonders durch ihr ausgefallenes Aussehen herausstachen. Möglich macht dies der Einsatz von alten Kleidungsstücken, die zumeist aus Spenden stammen. Um herkömmliche, robustere Plastikeinkaufstaschen näht die Heumaderin dann eine zweite Hülle aus alten Stoffresten, die sonst im Müll landen würden.

Ausrangierte Kleidung wird zu Unikaten

"Jede Tasche gibt es nur einmal, es sind sozusagen alles Unikate", beschreibt Mohn ihre Produkte, die auf Wunsch auch nach eigenen Vorstellungen gefertigt werden können. Zu ihr kämen oft Personen, die eigene, ausrangierte Kleidungsstücke für Taschen mitbringen würden, um dem Transport von Waren eine persönliche Note zu verleihen. Nachhaltig ist diese Praxis allemal, da die alten Kleidungsstücke, wenn sie nicht mehr zum Tragen geeignet sind, keinesfalls entsorgt werden müssen, sondern auf diese Art noch einen weiteren Verwendungszweck finden.

Ebenso dem Upcycling verschrieben hat sich die gelernte Schreinerin Susanne Keller aus Altburg, die aus Müll neue Gegenstände schafft. "Joghurtbecher, Versandkisten, aus allem lässt sich mit den richtigen Techniken etwas Neues schaffen", sagt Keller über ihre Kreationen. Aus altem Verpackungsmüll lassen sich so zum Beispiel neuartige Verstauboxen zaubern. Damit verbunden bietet die Altburgerin auch ein sogenanntes "Upgrading" an, bei dem sie die Erkenntnisse aus ihrem abgeschlossenen Kunststudium dafür verwendet, sonst eher schlichtere Gegenstände wie Tabletts zu echten Hinguckern aufzuwerten. "Es ist erstaunlich, was man durch das Spiel mit Farbe und Form noch alles aus eigentlichem Müll fertigen kann!", freut sich Keller über die Ergebnisse ihrer Arbeit. Genau wie Mohn stellt sich keller gegen das bloße Wegwerfen von nicht mehr Benötigtem und gibt so wichtige Denkanstöße im Bezug auf Nachhaltigkeit im Alltag.

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